Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen

Ilka Peemöller, Ikone des People Journalismus - Das Glück ist mit den Tüchtigen und den Mutigen

May 13, 2022 Ilka Peemöller, Sibel Brozat Season 2 Episode 39
Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen
Ilka Peemöller, Ikone des People Journalismus - Das Glück ist mit den Tüchtigen und den Mutigen
Show Notes Transcript

Ilka Peemoeller ist die Leiterin des BUNTE-Hauptstadtbüros  und tanzt nun schon seit über 20 Jahren  über die roten Teppiche dieser Welt. Es gibt kaum einen Promi mit dem die Journalistin noch nicht gesprochen hat.  Gefühlt kennt sie jeden und jeder kennt sie.  2019 hat sie sich ihren Herzenswunsch erfüllt und ihr erstes Buch heraus gebracht: Heimat, wo das Herz zu Hause ist. 35 hochrangige Protagonisten/innen wie Udo Lindenberg, Lothar Matthäus und Maite Kelly konnte sie für ihr Buch gewinnen. 

Wir sprechen u. a.  über Ilka's Werdegang, ihr Buchprojekt, die Herausforderungen in ihrer Karriere, und wie sie es schafft, dass die Promis sich ihr anvertrauen.  Auch diese Folge ist voller Learnings und es lohnt sich wie immer reinzuhören.

Hier geht's zu den Shownotes

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Sibel Brozat:

Willkommen im Women Fashion Germany Podcast, Macherinnen. Von mir Sibel Brozat und mit spannenden Talkshow Gästen. Heute zu Gast Ilka Peemöller. Liebe Ilka, schön, dass du bei uns in der Show bist heute.

Ilka Peemöller:

Ich freue mich auch sehr. Vielen Dank.

Sibel Brozat:

Wie geht es dir?

Ilka Peemöller:

Ach, sehr gut. Die Sonne scheint. Ich bin bunt angezogen. Ich bin bester Laune und ich finde, das macht auch immer schon ganz viel mit einem. Erst mal ist draußen das Wetter gut ist und man sich selbst auch noch schön mit Kleidung in Stimmung bringt.

Sibel Brozat:

Und mit Farbe, wie ich nenne.

Speaker3:

Ich habe es immer gut.

Sibel Brozat:

Im grauen Berlin. Magst du? Ich weiß gar nicht, ob dich jemand nicht kennt, aber vielleicht für die, die dich nicht kennen, dich kurz vorstellen in eigenen Worten.

Ilka Peemöller:

Also vielen Dank erstmal für das Kompliment. Ich glaube schon, dass mich einige nicht kennen. Ja, ich bin vier KP Maler. Ich leite das Hauptstadtbüro von Bunte und das jetzt schon im dritten Jahr und tanze sage ich mal über die roten Teppiche dieser Welt und durch diesen Show Zirkus jetzt schon seit über 20 Jahren war sehr lange bei Bild am Sonntag als Reporterin habe Chefredaktion gemacht, unter anderem Life and Style, okay Magazin, also habe selbst Magazine gemacht oder habe auch in Chefredaktion von BZ am Sonntag gearbeitet als Beraterin und Blattmacher oder in auch ein People Magazin sehr lange als Autorin gearbeitet. Ich bin 2010 nach Berlin gekommen, habe mich selbstständig als Journalistin gemacht und habe dann vor einiger Zeit mein Herzensprojekt Heimat, wo das Herz zu Hause ist mein erstes eigenes Buch, rausgebracht zum Thema Heimat.

Sibel Brozat:

Apropos Heimat Von wo bist du hergekommen? Nach Berlin?

Ilka Peemöller:

Aus Hamburg. Da hört man schon das. Es ist, das spreche ich auch gerne so nordisch aus, weil ich nordisch by nature bin und sehr, sehr stolz auf meine Wurzeln bin. Ja, da war ich genau in Hamburg schon und ach nee, davor den Sommer war ich tatsächlich in Los Angeles, muss ich mich korrigieren. Ich hatte, bevor ich nach Berlin gekommen bin, 2010 überlegt, nach L.A. Zu gehen. Aber ich, also dort zu bleiben, war dort drei Monate und dann kam aber wie das Leben, so ist wieder alles anders und dann waren alle Zeichen auf Berlin.

Sibel Brozat:

Also ich kann schon raushören, du hast einen auch gern eingehen. Bevor wir gleich zu deinem super spannenden Buch kommen mit dem Titel Heimat magst du uns so ein bisschen mit auf die Reise nehmen? Wie hat es denn bei dir angefangen? Ich glaube, du bist in einem kleinen Dorf aufgewachsen, welches richtig ist oder auch sogar auf dem Bauernhof. Und wo kam denn da diese Sehnsucht zum zum Journalismus her? Oder wie kam das eigentlich?

Ilka Peemöller:

Ja, ich bin in einem 1000 Seelen Kaff groß Dreiviertelstunde von Hamburg entfernt und dort wirklich auf einem Bauernhof. So wie man sich das so vorstellt. Mit Pferden, mit, mit Rindern, mit Schweinen, mit dem ganzen Viehzeug. Also wirklich so, ich hatte viele Katzen, Hunde. Also es war eine Traum Kindheit, muss man mal sagen und somit richtig so zwischen Wald und Wiesen aufgewachsen und morgens schon auf die Ponys gesprungen und den ganzen Tag wirklich draußen verbracht. Das ist sehr schön und das ist glaube ich auch so das totale Kontrastprogramm zu dem, was ich jetzt mache. Na, da ist man nicht mehr so zwischen Wald und Wiesen irgendwie unterwegs, aber irgendwie hat das natürlich auch, ich sag mal so, der Show Zirkus hat ja auch irgendwie so ein bisschen was, auch ein Dschungel.

Speaker3:

Ja, genau. Danke, dass du das jetzt so sagst.

Ilka Peemöller:

Ja, wann hat das denn angefangen? Gute Frage. Also, ich habe tatsächlich meinen ersten Job als Journalistin, also wenn man das so sagen kann, meine journalistischen Anfänge mit 18 gemacht, das war beim Zittauer Markt, das war so ein Informations und Anzeigenblatt. Dann habe ich ich so stolz auf meine erste Titelseite, Titelzeile, Titelgeschichte und das war aber natürlich ein Feuerwehrfest, selbst Fotos gemacht. Dann war ich aber stolz, dass dann unter Kredit stand. Foto HP Möller Für ein Foto gab es damals zehn Mark pro Buchstabe ein Pfennig und man natürlich also nicht wirklich viel verdient. Aber ich fand das toll. Als rasende Reporterin kaum. Führerschein, Fiat, uno? Bin ich denn da wirklich so? Von Feuerwehrfest zu Feuerwehrfest, sag ich jetzt mal so und da wurde ich dann eben hingeschickt zu so Termin. Das war noch weniger aufregend, aber es klingt jetzt mega aufregend, aber es war für mich damals natürlich schon irgendwie toll. Mit 17 habe ich einmal zurückgespult und schon wird gemacht im Bauer Verlag und da war mir irgendwie klar, ich fand das alles sehr imposant in dem Verlag und wusste ich irgendwie, dass ich journalistisch arbeiten möchte.

Sibel Brozat:

Ich dachte, das sei dir schon vorher klar gelandet bist.

Ilka Peemöller:

Das war mit 18 und mit 17. Durch das Praktikum davor wollte ich eigentlich Tierärztin werden. Ich habe extra Latein genommen in der Schule und das war also da war ich eben noch sehr, sag ich mal, hatte ich noch andere Orientierung und dann ja kaum einmal raus in die Stadt, kaum im großen Verlag. Bauer Verlag ist ja großer Zeitschriften Verlag, das fand ich einfach ganz spannend. Und dann habe ich auch nach dem Abitur dort mein Volontariat gemacht. So ging das Ganze dann los.

Sibel Brozat:

Und du? Ist der Branche bis heute treu Ja. Hast aber immer mal wieder die Seiten gewechselt. Du hast bis nach dem Bauer Verlag, du bist auch irgendwann mal bei Axel Springer gelandet, du bist bei der Bunten gelandet. Vielleicht kann es uns da so ein bisschen mitnehmen und auch was zu deinen Positionen sagen, weil für mich so als Außenstehende ich kann. Ich habe keine Ahnung, was eine rasende Reporterin ist im Vergleich zur Chefredakteurin, im Vergleich zur Leitung des Hauptstadtbüro. Also wie unterscheiden sich auch die Aufgaben? Vielleicht kannst du da auch so ein bisschen drauf eingehen.

Ilka Peemöller:

Oder das denn hole ich jetzt weit aus. Na ja, also die Seiten gewechselt habe ich tatsächlich irgendwann im Sinne von, dass ich journalistisch nicht mehr tätig war, weil ich habe das führt jetzt aber, glaube ich, jetzt fange ich dann häufig das Pferd von hinten auf. Aber ich habe zwischendurch auch Industrie Marken wie Mercedes Benz oder VW beraten. Und da kommt einem natürlich dann die journalistische Expertise zugute, weil man weiß, wie Storytelling funktioniert. Und deswegen werden auch oft Journalisten auf die andere Seite geholt, weil, ja, weil man eben einfach weiß, was das Blatt braucht, sozusagen. Das hat der Industriekunden vielleicht nicht so im Blick. Aber auf jeden Fall ja. Ich habe 2000 angefangen bei Bild am Sonntag und habe dort acht Jahre auch gearbeitet, mich so zur Reporterin hochgearbeitet. Das heißt eigentlich, du bist dann dafür verantwortlich, exklusiv Geschichten zu generieren. Und das mache ich bis heute auch. Das zieht sich jetzt wirklich schon so durch die letzten 20 Jahre oder über 20 Jahre, so durch mein Leben. Bild am SONNTAG Genau wie? Bunte Das sind zwei starke Marken, die einfach natürlich in den Medien deutschlandweit oder am liebsten noch europaweit zitiert werden wollen mit exklusiven News. Da sprechen wir dann von ein neues Liebespaar, Trennung eines Liebespaares, Scheidung, Kind, Hochzeit, all das, was sag ich mal, die Menschen da draußen interessiert und und vor allem natürlich von Prominenten. Es ist einfach so, weil das ist einfach so dieser Schlüsselloch Effekt. Die Menschen möchten gerne wissen, wer knutscht jetzt wen oder wer feiert wo und möchten einfach gern dabei sein, wenn ich weiß nicht so der Adel auf der Yacht feiert oder ist eben eine ganz irre Paarung zwischen einem Politiker und einer Schauspielerin gibt oder wie auch immer. Das macht es ja dann irgendwie so aus, so wie das Leben so spielt. Und ja, da habe ich angefangen und ich sage mal so, als junges Mädchen hatte ich natürlich noch nicht so ein Telefonbuch, wie ich das jetzt heute habe. Dazu gehört natürlich ganz viel Netzwerken. Man muss einfach irgendwann mal anfangen und da ist auch keine Scheu haben und oder du musst dich auch oft überwinden. Also ich habe gerade die Tage irgendwie mit jemandem zusammengesessen, der dachte auch so, da kannst du dich noch an dein erstes Event erinnern. Und das fiel mir auch. Eines war der Echo in Berlin. Ich war noch in Hamburg bei der Bild am Sonntag, war freie Journalistin. Die haben damals gesagt Du bist noch sehr jung, wir würden das jetzt gerne mit dir mal ausprobieren. Und dann bin ich dann zum Echo. Ja, und du musst einfach die Leute, du musst drauf los, dich vorstellen. Und so geht das eben einfach los. Das und jetzt, inzwischen ist das mal so, hat sich natürlich ein Netzwerk erarbeitet und man kennt die Menschen und man kann auch ganz anders mit prominenten Managern oder so umgehen. Aber man muss eben schon gucken, wo ist vielleicht eine Geschichte, oder in dem Fall war es, glaube ich, ich weiß gar nicht, da war Anke Engelke zu dem Zeitpunkt mit ihrem neuen Partner und da haben wir dann der Bild am Sonntag dann geschrieben, weil ich dann doch bis zum Schluss geblieben bin und man konnte dann darüber berichten. Ich bin das dann auch direkt am nächsten Tag. Wir früh morgens um acht im Zug um war um 10:00 in der Konferenz bei Bild am Sonntag. War natürlich ganz stolz, dass ich dann was mitgebracht hatte und das heißt ja und dann schreibst manchmal auch nur eine kleine Meldung, 20 Zeilen, aber ich war da schon ganz stolz an mein Kürzel in der Zeitung.

Sibel Brozat:

War das kann ich mir super vorstellen, kann Ich meine, so fängt man ja an und denkt Wow, das ist so mein erster Erfolgs. Moment. Gehst du dann einfach oder bist du dann einfach losgegangen, hast gehofft, dass du eine Geschichte findest? Oder wie plant man das im Voraus? Oder wo sind deine Quellen vielleicht auch heute? Also irgendwo musst du ja mitkriegen, dass da eine Geschichte ist. Wie funktioniert.

Ilka Peemöller:

So was? Ja, inzwischen ist das wirklich Das kommt einem natürlich jetzt einfach zugute. Man kann ganz schnell unkompliziert prominenten A oder B anrufen, weil wenn man jetzt, wenn zum Beispiel es heißt, du, der ist gerade da und ich sage jetzt mit seiner neuen Partnerin oder du weißt aber genau so, der bringt jetzt ein neues Album raus. Das nimmst du als Anlass, um mit dem, der jetzt drei Jahre vom Erdboden verschluckt war, weil der natürlich im Studio eingestanzt war, weg war. Dass du sagst, ach, es ist interessant, es geht sehr viel um Liebe und Herzschmerz. Ist da vielleicht, was eine Veränderung im Privatleben passiert? Das nimmt man dann als Anlass, um ein Interview auch zu führen. Das machen also, also heute mache ich denn bei Bunte andere Geschichten in meinem Alter jetzt als natürlich mit Anfang 20 da, man kann ganz anders planen. Man spricht dann mit den Prominenten, direkt mit den Managern, die man kennt, man tauscht sich aus, man guckt schon im Vorfeld, was kann. Eine Geschichte sein, weil nur, dass jemand ein Album rausbringt oder eine Tournee macht oder neuen Film. Das ist ja keine Geschichte, das ist der Anlass. Das nehmen wir dann als Anlass um. Weil du gesagt hast, du kannst dir das gar nicht so vorstellen. Um dann zum Beispiel zu sagen Komm, lass uns doch das erste Mal über dein neues Liebesglück, um in der bunte Sprache zu sprechen, zu sprechen. Oder Ach, du hast eine Trennung hinter dir oder eine Krankheit. Und es ist halt alles so sehr, sehr intime und vor allem sehr private, einschneidende Erlebnisse. Das kennt jeder normale Mensch und deswegen ist das so wichtig. Der Prominente öffnet sich dann und dann kann sich wiederum der Leser damit identifizieren. Denkt so Oh Gott, das ist dem passiert oder das dadurch findet der Halt, weil er sagen kann mir, ich hatte auch so einen schweren Moment und so, das ist ja immer auch so eine Art Lebenshilfe, wollen wir auch immer jemand ist nicht nur so, dass man als Journalist versucht, irgendwie so Einblicke zu gewähren, sondern es geht ja auch ganz oft in diesen Interviews, die öffnen sich und dadurch lernt der Leser auch wieder was. Also so sehe ich das, oder man kriegt ja selbst irgendwie gewinnt etwas. Na ja, und das ist jedenfalls der Anspruch, dass man dann wir machen viele große Shootings für Bunte, das finde ich großartig. Und das war auch während der Pandemie so, ich habe viele Produktionen nach wie vor gemacht und eben mein Ziel ist, einfach exklusive Interviews zu machen, über die dann Deutschland spricht oder die dann wirklich online oder im Print. Tageszeitungen, die weitergedreht werden mit Bunte als Quelle, das ist das Ziel.

Sibel Brozat:

Ja, und wenn man jetzt so als Marke hier gerade aufbauen, für die ist ja die Sichtbarkeit unwahrscheinlich wichtig und, und da gehört natürlich die Bunte oder eine Erwähnung oder ein redaktioneller Beitrag in der bunten oder ähnlichen vergleichbaren tollen Blättern auch dazu. Kannst du da irgendwie einen Tipp geben, wie man da auf sich aufmerksam machen kann? Gibt es da überhaupt einen Tipp oder muss man da einfach dein Telefonbuch?

Speaker3:

Ha! Ha! Ha! Ha! Du meinst.

Ilka Peemöller:

Wenn ich jetzt so ein junger, aufstrebender Na ja, erst mal muss man was können. Es gibt ja sehr viele, die etwas, also die gerne in einer Zeitung, in einer Zeitschrift sein wollen. Und nur das Nur weil man will, wird man noch lange nicht stattfinden. Und das ist eben das und das. Es gibt natürlich auch einfach viele Leute da draußen und dann trennt sich die Spreu ganz schnell vom Weizen. Um jetzt mal so bei dem Wording als Bauerntochter zu bleiben Da merkst du einfach Wer kann wirklich was, wer hat auch wer hat auch was zu sagen? Eine Message, das ist das. Es gibt auch einfach ganz viele Leute, da merkst du schnell, die sehen vielleicht auch sehr hübsch aus, aber zwei Sätze und okay, da steckt eben gar nichts dahinter, sage ich jetzt mal ganz direkt. Und dann Wie willst du denn da eine Seite alleine füllen? Und das geht ja immer. Du denkst ja auch in Größenordnung, wenn ich große Produktion oder so mache. Ich möchte dann ehrlich gesagt 2 bis 3 Seiten und dann möchte ich auch mit namhaften Menschen das machen. Die eine Message haben die ja auch einfach, wo ich sage, dass der, der verdient, das auch in Bunte Stadt zu finden und es ist, das ist jetzt nicht so einfach mal so, also das sind diese Plätze sind schon sehr hart umkämpft. Wir haben eben nur bedingt Platz und das müssen exklusive Geschichten sein. Das Team will natürlich jeder möchte seine Geschichte auch einer und muss in die Heft Mischung auch passen. Der Name reicht dann alleine nicht. Also ist es so natürlich, je prominenter der oder die, desto weniger möchten die auch gerne preisgeben und umso größer ist dann als Journalist der Ansporn, der Antrieb, dass du was aus den versuchst herauszukitzeln. Also das ist so eine Mischung, weiß ich, ob ich das jetzt beantworte?

Sibel Brozat:

Da auf jeden Fall. Und das ist ja auch ganz groß Thema hier bei uns im Podcast für Marken und ihre Macherin, dass wir sagen, wenn man eine Marke gründet heutzutage kann man eigentlich gar nicht gründen, ohne dass man was zu sagen hat, ein Standing hat, eine Message hat and purpose hat. Und weil sonst, sonst kriegt man diese Sichtbarkeit auch gar nicht mehr. Und du bestätigst das eigentlich, indem du sagst journalistisch. Wer journalistisch stattfinden möchte, braucht auch eine schöne Geschichte drumherum, dass man überhaupt was hat, worüber man erzählen kann. Weil gerade in unserer Branche ist es ja so Wir, wir produzieren ja nichts, was man zum Leben braucht. Das sind ja alles nur schöne Dinge des Lebens. Und ob es jetzt noch eine Marke gibt, ist eigentlich total unrelevant. Außer man hat irgendwie eine coole Message.

Ilka Peemöller:

Absolut. Und es gibt ja auch manche, die berühmt sein wollen. Das kann ja auch nicht das Richtige sein. Das merkt es aber auch eben, oder? Viele denken auch, wenn wir bei so Superstars wie Taylor, Swift oder Pink oder so sind oh wow, wie die das geschafft haben. Da steckt wirklich jahrzehntelanger harte Arbeit irgendwie hinter und das kann man. Also die haben es ja auch nicht von heute auf morgen geschafft.

Sibel Brozat:

Ja, das sieht manchmal so aus, aber es ist nicht mitbekommen, bis sie dann irgendwie auf der Bildfläche erscheinen. Und das wird total unterschätzt.

Ilka Peemöller:

Und das Durchhaltevermögen spielt auch eine Es ist, glaube ich, ganz einfach, irgendwann alles hinzuschmeißen und sich auch von Niederlagen nicht sag ich. Also abschrecken zu lassen. Das gehört zum Leben dazu und dass man auch genauso sagt, das ist ja dieser Spruch, was mich irgendwie. Also woran man wächst, wenn man einfach ein Down hatte im Leben oder genauso hat diese Tiefschläge, egal ob auf privater Ebene oder auf beruflicher Ebene und danach, wie bin ich dann aus da wieder rausgekommen oder wie habe ich dann gezeigt Ah, ich schaff das auch und dann siehst du eben, wer wirklich auch das Zeug hat, egal ob zum Star oder zum Gründer oder oder für gewisse Position und so Du musst eben härter arbeiten als andere und dazu gehört Leidenschaft. Das ist auch ein Mensch und ich glaube ganz sicher. Also ich liebe meinen Job, ich liebe meinen Job wirklich sehr und auch ich und ich sage aber dieser Schutz Zirkus, es ist alles ein bisschen verrückt, dann muss man auch ein bisschen verrückt sein, um da überhaupt irgendwie sich behaupten und bewegen zu können. Aber ich liebe das und ich liebe auch diesen Druck und das ist manchmal wirklich. Du bist manchmal auch ein bisschen dem Wahnsinn nahe, dass es gerade an den Tagen an einem Montag machen wir das Heft zu, dann geht das also abends im Druck, das heißt, wenn am Wochenende noch was passiert ist und dann wird das Heft noch mal neu gemischt und dann sind alle noch mal am Wirbeln und Machen und Tun. Und das ist ja so stark, wenn du auch merkst, wie das Team dann arbeitet und mit was für einer Professionalität und Schnelligkeit und und abends daran ist auch manchmal alle oder du kommst gar nicht dazu, dass du müde wirst, weil du musst schon wieder auf den nächsten Termin, auf die nächste Reise. Und das ist so, dass also ich glaube, das kann auch nicht jeder verstehen, da muss man irgendwie vielleicht so ein bisschen crazy ist auch.

Sibel Brozat:

Witzig gesagt auf jeden Fall, aber ich kann diesen Podcast habe, habe ich ja auch immer Redaktionsplan Termine. Bis wann muss das Interview stehen? Jede Woche ein Interview und das bringt mich auch manchmal so an den an den Rand meiner Kräfte. Vielleicht, weil manchmal ist es so, da habe ich das Gefühl, sag mal jeden Tag ein Interview. Wie kriege ich denn das jetzt überhaupt Post und wie kriege ich das runter? Und dann gibt es Tage und Wochen, da sagt ihr einer nach dem anderen ab und du denkst Oh Gott, was mache ich denn nächsten nächsten Freitag? Bei mir ist es immer Freitag. Was kommt denn da jetzt? Oh mein Gott, es geht immer irgendwie gut aus. Aber dieser ständige Druck und dieses Umgehen mit diesen Menschen, weil du möchtest sie ja da haben, du möchtest ja ins Interview kommen, du möchtest ja ein cooles Gespräch haben. Ich stelle mir das ganz, ganz schwierig vor, auch auch in deinem Umfeld, weil. Die Leute, die da, das sind ja auch alles Menschen und die sind halt vielleicht manchmal gut drauf und vielleicht sind sie manchmal nicht so gut drauf und vielleicht wollen die dir ja gar nicht erzählen. Hast du nicht auch solche Erfahrungen? Ich bin jetzt keine Investigativjournalisten. Bei mir ist ja immer alles recht wohlwollend. Aber ich kann mir vorstellen, dass du da ganz andere Erfahrungen auch machst und das, dass man vielleicht sogar sagt Uh, Vorsicht und pass auf, was du sagst, weil das erscheint jetzt gleich in der Bunten oder es erscheint.

Ilka Peemöller:

In der.

Sibel Brozat:

Bildzeitung. Es muss doch wahnsinnig auch

Ilka Peemöller:

Also erst mal finde ich es auch ganz toll und Podcast machst. Da stelle ich mir wirklich nicht einfach vor, weil viele sagen ja so Ach, ich hätte auch so gern Podcast, aber allein mit Akquise und was dazu gehört und dann, wie du sagst Postproduktion und so, das ist schon eine Menge Holz. Also da habe ich auch Respekt vor, vor jedem, der das macht, das nun mal so, das muss auch mal gesagt werden. Und ja, na klar gibt es das oder gab es das erst mal ist ja nicht jeder Mensch out going. Muss man mal sagen, dass der sagt So, also ich erzähl dir jetzt mal als allererstes von meiner Trennung, weil da wollte ich ja so gerne schon drüber sprechen, meine Scheidung.

Speaker3:

Das ist also so und jetzt.

Sibel Brozat:

Wollte ich dir unbedingt, schreibt es bitte, Gunsten.

Speaker3:

Vielleicht.

Ilka Peemöller:

Ja, das Ding ist ja auch immer. Also überall, wo Gefühle involviert sind. Das ist natürlich so, also das ist ja das Persönlichste überhaupt. Und das kann man sich ja nun selbst vorstellen, wenn es einem nicht gut geht. Und dann schreibt noch jemand darüber, so als Beispiel. Es ist viel schöner, natürlich mit etwas nach draußen zu gehen, wenn man frisch verliebt ist, wenn alles noch gut ist. Bei Bild gab es diesen Spruch Wer im Fahrstuhl mit nach oben fährt, fährt auch wieder mit nach unten. Und das es den hat, glaube ich Kai Diekmann mal irgendwann.

Sibel Brozat:

Gesagt.

Ilka Peemöller:

Und das ist so, das fand ich ganz spannend. Das ist so ein bisschen als Vergleich, auch wenn du die Schlafzimmertür öffnen, die Tür zum Schlafzimmer öffnest, du kannst dich danach nicht irgendwie beschweren, dass da diese ganzen dirty details.

Speaker3:

Alle so rauskommen.

Ilka Peemöller:

Ja genau, gibt es ja auch alles. Naja, auf jeden Fall. Und das kenne ich auch, dass es einfach Prominente gibt, die dann sagen Oh toll, die Hochzeit haben wir gern in Zeitschrift Soundso oder in Zeitung soundso. Und am besten wird dafür noch Geld gezahlt. Das nehmen wir mit und den Honeymoon auch noch gern. Ja, aber zack, das Leben spielt nun mal so zwei Jahre später ist auf einmal man ist Glück ist eben auch zeitlich manchmal limitiert, ist auf einmal die Scheidung, steht dann vor der Tür. Und darüber wollen Sie dann natürlich nicht sagen Ja, weil es natürlich auch was mit einem persönlichen Scheitern zu tun hat. Und also man möchte ja lieber sich gerne strahlend und schön und positiv darstellen, auf jeden Fall. Um die Frage mal konkreter zu beantworten Das ist ja nicht immer leicht. Also ich finde, ich finde das schön, Geschichten Hand in Hand zu machen. So sage ich das so Wenn man wirklich lange auch an Geschichten arbeitet, weil man das Vertrauen eines Künstlers irgendwie erst gewinnen muss oder den auf eine Dauer überzeugt, dass die Geschichte ich spreche jetzt aktuell von Bunte, weil das ist mein journalistisches Zuhause, dass es dort genau richtig aufgehoben ist. Und dann, finde ich, ist das auch, hat das ganz viel mit Fairness und auf Augenhöhe zu tun. Und dass man den dann auch nicht verheizt, wenn er sich schon öffnet. Und und dazu gehören oft, so arbeite ich, Vorgespräche und das ist dann nicht nur eins und es sind dann auch und dann ist es nicht nur mit dem persönlich. Erst mal triffst du dich dann bei einem Manager, wenn du den noch nicht so gut kennst, dann nachher. Oder jemand öffnet dir die Tür und sagt Der kannst du vertrauen, mit der kannst du das machen. Dann geht es eben auch ganz oft darum Was schreib ich und was lasse ich aber vielleicht auch weg? Und das heißt jetzt nicht, dass ich jetzt nur dem nach dem Mund schreibe, also dass das nicht falsch verstanden wird, sondern dass man eben guckt. Es ist immer ein Geben und Nehmen.

Sibel Brozat:

Das wollte ich gerade sagen, weil irgendwann du den voll in die Pfanne haust. Also ich habe auch manchmal so ein ähnliches. Es kann man auch wieder nicht vergleichen. Aber manchmal habe ich so Leute bei mir im Podcast und die sagen was, wo ich denke, das wäre eine Schlagzeile. Wenn ich den Podcast jetzt so nenne, dann ist es voll was weiß ich, zum Beispiel MeToo und sexueller Übergriff oder keine Ahnung, aber ich entscheide mich dann im Zweifel dafür, dass ich das nicht in die Schlagzeile schreibe. Das kann man jetzt nicht vergleichen. Aber weil ich denke, die hat mir jetzt das Vertrauen gegeben und die hat mit mir drüber gesprochen und natürlich das freigegeben und das ist auch in Ordnung. Aber muss ich das jetzt gleich so jedem aufs Butterbrot schmieren, hörst die anderen, hörst du's?

Ilka Peemöller:

Und dann verfolgt deiner weiblichen Intuition meinem Bauchgefühl. Und das glaube ich, dass es auch ganz wichtig, so ein Leben, eine Mischung aus Lebenserfahrung, Bauchgefühl und Professionalität. Trotzdem natürlich, aber und dass du trotzdem auch na ja, du musst ja in den Spiegel gucken, wie möchte ich gerne, wie möchte ich gerne behandelt werden und. Und man sieht sich immer zweimal im Leben.

Sibel Brozat:

Und wenn der dann nicht mehr zu dir kommt und dastehen lassen, ja, dann hast du halt einmal ein Interview gehabt und dann ist irgendwie.

Ilka Peemöller:

So, das passiert auch trotzdem, wenn du mal.

Sibel Brozat:

Sagen, das.

Ilka Peemöller:

Stimmt auch. Und das ist es passiert so, dass ehrlich, das hätte ich mir auch schenken können, weil was man da schon alles erlebt hat, dass du am Ende denkst, also don't was my time, das wirklich, und das ist ja mein Geschenk, ja, das ist ja im Leben so, dieses wir schenken uns heute auch Zeit und dann, und das macht man jetzt so, wenn ich jetzt als Journalistin mich mit einem Künstler treffe, dann ist ja auch klar und ich gebe mich auch als Journalistin von jetzt wieder, um bei Bunte zu bleiben BUNTE.de. Also ich sage eben ganz klar So, wir treffen uns heute zum Interview, dann ist ja ganz klar, dass es auch dann erscheinen soll. Und ich habe das aber früher schon gehabt, dass Leute dann wirklich einen Seelenstriptease machen und danach kriegen sie dann das Interview zum Redigieren und das haben andere Journalisten auch und dann kriegen die eben wirklich Muffensausen, weil sie sehen das schwarz auf weiß. Oder der Manager sagt Was war denn da mit dir los? Das war wie Therapiestunden. Da denkst du also wirklich Hurra, das ist ja so schön, weil der so ehrlich ist. Da wird alles zurückgezogen. Und du hast natürlich nicht nur dich auf das Interview vorbereitet, sitzt dann da auch noch, bist vielleicht noch womöglich irgendwo hingereist und am Ende tipps du das ja auch noch ab und du tippst es ja nicht nur ab, sondern du bringst es ja auch in Form, weil du vorhin gefragt hast, wie das Arbeiten ist. Da steckt ja so viel Arbeit dahinter. Und wenn derjenige das dann alles durchstreicht und nicht freigibt, also das ist der Wahnsinn, oder ich habe bin schon ans andere Ende der Welt geflogen, wenn wir bei den internationalen Superstars sind und auf einmal Britney Spears hat sich also wirklich auch unmöglich verhalten, hat dann immer gesagt Ach, ihr geht's jetzt auch nicht so gut. Ach nee, und da denk ich auch sehr, aber ich bin jetzt hier nach New York gekommen, weißt du, und hast das einzige Interview. Ich habe noch fünf Minuten so Och nee, und sie haben sowieso nicht so viel zu sagen, hat aber auf jeden Fall vier Sitze am Ende in einem Round Table. Und ich habe immer gesagt, ich mache keine Round Tables zu meinem Anspruch, dass man Einzelinterviews macht. So, und die war dann einfach, die fühlte sich da wohl nicht so gut.

Sibel Brozat:

Und na ja, ich glaube, wenn man mit Künstlern Rolle. Und um noch mal auf einen Schritt vorher zurückzukommen Ich glaube, es ist einfach auch so, es menschelt, man kann halt nicht mit jedem stumpft ab, das gehört immer auch dazu und es ist auch okay, wenn man das erkennt und dann ist es vielleicht use of time, aber vielleicht ist es auch besser, wenn es dann eben nicht erscheint, weil es macht ja auch was mit dir. Also es ist ja immer gegenseitig die Energie.

Ilka Peemöller:

So hast du aber toll einen ganz wichtigen Das ist ja im Privatleben, im Berufsleben und nicht natürlich arbeitet man lieber mit Menschen oder das so Ach, wir haben so eine super Energie zusammen. Also du kannst es dir eben nicht immer aussuchen und es macht nicht immer. Das stimmt.

Sibel Brozat:

Schon. Und dann lieber sagen Komm, dann lass Also ich habe manchmal auch so Freigabe Themen bei großen Konzernen, weil da spricht dann irgendein Sprecher und dann möchte die PR Abteilung da drüber hören. Noch mal, da habe ich jedes Mal Herzrasen und denk oh Gott, wenn die jetzt sagen, nee, da ist irgendwie. Wobei wir sprechen ja immer über wirklich keine Themen, die irgendwie, wie gesagt, es geht ja gar nicht meistens ums Private oder die erzählen keine Firmengeheimnisse, aber die PR Abteilung will sich halt noch mal vergewissern, erzählt sie auch wirklich keine Geheimnisse oder irgendwie so?

Ilka Peemöller:

Die müssen ja auch ihren Job rechtfertigen

Speaker3:

Machen das auch.

Sibel Brozat:

Aber ich versteh es auch irgendwie. Ich hab da auch vollstes Verständnis, aber Spaß macht es doch kein sagen wir mal, macht dir das Spaß?

Ilka Peemöller:

Was macht Spaß mit dem Redigieren?

Sibel Brozat:

Meinst du? Also freigeben lassen und noch mal bestimmt bei deinem Buch auch so gewesen, da kannst du den Text nicht anders schreiben. Wenn wir gleich mal zu deinem Buch kommen ach nee, vielleicht habe ich da doch zu viel erzählt, vielleicht machen wir da doch ein paar Sätze weniger. Oder kannst du es nicht anders formulieren?

Ilka Peemöller:

Na klar, das ist. Da ist es bei meinem Buch, Prominente interviewt habe zum Thema Heimat und auch geschuftet haben war es sogar so, dass eine Protagonistin von ihrem Text zwei Sätze frei geben wollte. Da habe ich recht. Da habe ich wirklich gedacht, ich lese nicht richtig und die war auf dem Cover eingeplant und da rutscht dir einfach das Herz mal richtig in die Hose. Wenn das so eins der ersten Interviews oder eines der ersten Texte überhaupt ist, die du abschickt, und du kriegst das als Feedback, dann denkst du Was ist, wenn das jetzt jeder macht und auf einmal na ja, es ist ja dein erstes Buch, und das ist was anderes, als wenn du für ein Medium arbeitest. Schon über all die Jahre, wo du da bist, da zweifelst du auf einmal ganz doll an dir, obwohl du ja eigentlich das machst, was du über all die Jahre schon gemacht hast. Aber du machst es jetzt für dein Buch und auf einmal kommen Zweifel. Oh Gott, vielleicht passiert das jetzt immer. Das sage ich auch ganz ehrlich. Das, also das erschüttert dann so ein bisschen. Da weiß ich noch genau, ich war im Schreib Exil in Italien, oh war da, war mir ganz schlecht und dann kommen aber auf einmal problemlos andere Freigaben um. Jetzt weiß ich auch ganz genau, Claudia Roth zu nennen oder Samy Deluxe. Die haben zack ähm freigegeben und dann hat man, da kriegt man dadurch wieder so einen Booster, dann denkst du so Nein, du kannst das doch. Also vertrau doch jetzt weiter auf dich. So, alles gut. Das war hoffentlich jetzt einfach nur die Ausnahme. Ich würde gerne auf Holz klopfen, ob ich dafür nicht aufgeben könnte. Aber das ist, da wird man dann eben immer so ein bisschen rausgerissen. Aber das ist eben die Härte. Und ich habe auch für das Buch Verträge aufgesetzt mit Freigabe für Fotos und Text. Da war das natürlich ganz wichtig. War das auch, um Random House abzusichern, hat den Buchverlag. Das geht einfach gar nicht ohne. Aber das war immer eine Zitterpartie. Und nun merkt es einfach, wer dann einfach auch zu seinem Wort steht und auch nicht Angst vor seiner eigenen Courage hat. Weil Heimat ist einfach ein wahnsinnig persönliches Thema. Das ist ja das ist ja nicht so, dass du jetzt einfach sagst Ja, ich komme aus Castrop raus.

Sibel Brozat:

Das wär jetzt auch kein Inhalt für das Buch,

Speaker3:

Nein.

Ilka Peemöller:

Es hat ganz viel mit natürlich mit Emotion zu Das hat mit Verlust zu tun. Das hat eben einfach auch mit der Aufarbeitung der Familiengeschichte zu tun. Und das ist so und das ist ja auch ganz individuell. Das ist so, jeder hat so seine eigene Heimatgeschichte, aber es geht jeden was an.

Sibel Brozat:

Möchtest auch du dein vorhanden Potenzialen,

Speaker3:

Kenntnissen.

Sibel Brozat:

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Speaker3:

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Sibel Brozat:

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Speaker3:

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Sibel Brozat:

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Ilka Peemöller:

Das muss man wirklich sagen. Es ist und deswegen ist es schon ein ganz, ganz wichtiges Thema. Also mir als norddeutscher, norddeutscher Deern, wird man auf Plattdeutsch sagen, liegt das eben sehr, sehr am Herzen. Und deswegen ist es einfach ein Herzensprojekt.

Sibel Brozat:

Und es ist auch wirklich ganz spannend, auch wichtig. Und weißt du was? Bis vor ein paar Jahren habe ich gedacht, das ist ein Thema, das nur mich so beschäftigt, weil ich ja türkischen Migrationshintergrund habe und gedacht habe, das betrifft Menschen wie mich, also nicht nur mich, aber Menschen wie mich. Und mir war dann ganz lange gar nicht klar, dass das ja innerhalb Deutschlands auch sein kann oder von Mensch zu Mensch sein kann. Einfach, dass es mit Umzügen zu tun hat, teilweise mit Religion. Und als ich geheiratet habe 2006, da hat mein Chef gesagt Wieso ist das jetzt für Sie irgendwie eine Herausforderung? Weil es war ja, mein Mann ist deutsch und deutsch, also Christ und Frau aus islamischem Hintergrund. Ja, dann hat er gesagt, war bei uns damals auch total schwierig, weil ich bin evangelisch und meine Frau ist katholisch und da habe ich überhaupt gar nicht drüber nachgedacht. Also das es jetzt aber. Und dann, wenn ich jetzt diese ganzen unterschiedlichen Profile sehe und sehe, auch die unterschiedlichen Ansätze und Geschichten, was für wen Heimat ist, dann sage ich klar, Heimat ist für jeden was ganz anderes und auch die Beziehung. Und das hat ja auch mit dem ganzen Leben, mit der Kindheit zu tun. Also bei der Mia Florentine weiß mit ihrem wie nennt man so die Plazenta Plazenta genau mit der Plazenta oder Lothar Matthäus oder wie der erzählt über sein Leben. Ich konnte natürlich am besten relativ zu Mutti, weil der so eine ähnliche Geschichte hat, aber wie unterschiedlich ist, finde ich total spannend. Ein ganz ganz tolles Thema und auch ich finde auch ganz toll, wie du das geschrieben hast, denn in ich Form. Also wahrscheinlich hast du die interviewt oder hast es aufgezeichnet, dann hast du es ja noch mal umgeschrieben und dann das hinzubekommen, auch in der deren Tonalität, das hinzubekommen, das ist ja eine starke Leistung.

Ilka Peemöller:

Dank ja, das steckt wirklich auch genau. Es steckt sehr viel Herzblut und eben Liebe drin deswegen. Also das. Erstmal die Interviews natürlich zu bekommen. Das war dann ist natürlich erst mal die eine Arbeit, diese ganze Akquise und dann das Vertrauen auch zu gewinnen und bzw auch wieder im Vorgespräch zu gucken, was kann die Foto Idee sein? Was war mir immer wichtig journalistisch nach einer Zeile das Foto zu machen? Beispiel Maite Kelly mit ihrem kleinen Mini Schrein, den sie immer mit auf Tour nimmt und sie betet jeden Tag und ich wusste sie ist so gläubig. Und da zur Zeile Meine Heimat ist Gott und das verstehst du sofort, wenn du sie siehst. Sie sieht ja aus wie ein Engel, überhaupt schon. Und an dieser mini schrein, den sie enthält und erkennt sofort ah Zeile Foto passt zusammen und sie spricht dann über ihre Scheidung das erste Mal. Das hat natürlich viel bei ihr verändert, weil das Weltbild auch zusammengebrochen und so und das ist so schön, wenn sich dann Menschen eben anvertrauen. Es geht dann auch wieder um Energie. Und was du eben angesprochen hat, ist oder so sich öffnen, das ist ja das größte Geschenk für mich als Journalistin oder in dem Fall Buchautoren. Und ja, mit dir, genau das ist das war die Herausforderung. Ich hätte auch ein Interview Buch machen können, aber ich habe nur gedacht, dass fängt dann ja immer ähnlich an, weil die Fragen sind schon ähnlich mit Heimat und ich möchte nicht, dass das immer gleich anfängt, selbst wenn du das umstellt. So, da habe ich gedacht und das ist das, das ich etwas finde, dass jeder Einstieg anders ist. Und das ist auch thematisch, dass man versucht, irgendwie etwas raus, einen Kern herauszukristallisieren und zu sagen Na und je, war du gerade Lothar Matthäus auch erwähnt hattest, der hat so schön privat und so unerwartet emotional erzählt. Unglaublich.

Sibel Brozat:

Das ist doch auch eine Gabe. Jetzt sag doch mal, weil du vorhin so gesagt hast, du hast auch dann manchmal Selbstzweifel gehabt, wenn wenn manche abgesagt haben. Also das finde ich interessant, dass du, obwohl du so professionell arbeitest, diese Selbstzweifel auch manchmal hast. Aber dann schaffst du's doch. Und vielleicht ist es nicht nur das gute Netzwerken. Vielleicht gehört da ja auch eine Gabe dazu, ein Talent dazu, dass wenn man die Menschen dann vor dem Mikrofon hat, dass die sich auch so öffnen. Hast du da irgendein Geheimnis, das du mit uns teilen kannst?

Ilka Peemöller:

Ach, du bist ja ganz hinreißend. Ich nehme das als großes Kompliment an und ja, es öffnen sich mir tatsächlich viele. Und vielleicht, weil sie sich wirklich wohlfühlen und das ist, weiß ich gar nicht, wie ich da sein was ist. In dem Moment denke ich, wenn ich ein Interview auch mache, dann bin ich auch voll und ganz bei dieser Person und bin auch dann da nicht abgelenkt. Und ich möchte dem dann auch das genau dieses Gefühl auch geben, dass er einfach a sich mit mir sicher fühlen kann. Oder ich bin dann auch voll und ganz da. Ich gehe da auch emotional mit. Na und? Das ist so, ich finde auch, da sind wir beim Zeitfaktor wieder. Das ist ja eine Respekt Frage, wenn derjenige mir Zeit schenkt, also bin ich doch aufmerksam und bin ich doch voll dabei. Und das ist, das finde ich dann für das kostbarste Gut und das merken wir glaube ich alle, gerade in diesen Zeiten. Und je älter man wird, Zeit, dass darum geht es. Und vor allem Zeit miteinander zu verbringen und Selbstzweifel. Ja, ich glaube, das gehört einfach so dazu ist. Ich finde das ganz schlimm, wenn Menschen vielleicht so denken. Sie können alles und egal. Ich Natürlich kann ich jetzt auch sagen, also ich bin die aller Geilste.

Speaker3:

So wirklich.

Ilka Peemöller:

Aber jedenfalls finde ich, ich finde das ganz Attitüde durch die Welt laufen, weißt du, wo du auch denkst? Wer berechtigt dich denn dazu? Das hat nichts damit zu tun, dass man selbstbewusst ist oder dass man ein starkes Selbstwertgefühl hat oder so, aber ich mache mir auch selbst immer wahnsinnigen Druck und das ist, weiß ich nicht, woher das kommt. Aber das hat natürlich damit zu tun, dass man was gut machen möchte oder.

Sibel Brozat:

Anspruch besonders.

Ilka Peemöller:

Gut.

Sibel Brozat:

Ja, der Anspruch, den man an seine Arbeit

Ilka Peemöller:

Ja, genau, ich möchte und das ist einfach so, Das habe ich auch als freie Journalistin gemacht, wenn ich Texte, Interviews, Geschichten geschrieben habe, in unterschiedlichen Formen. Ich habe eine Zeile mitgelieferten Vorspann, ich habe also das alles und dann natürlich nochmal geguckt, ob da noch irgendwo ein Vertipper ist und so, aber als ich dann wirklich als Blattmacher oder Chefredakteurin gearbeitet habe, was da für Texte teilweise von freien, sag ich jetzt mal wirklich so, also eingetrudelt sind oder angeboten worden sind. Da denke ich so, das ist eine Frechheit. Also da siehst du auch einfach lieblos, das ist ein liebes Wort. Ich hätte fast, was so da hingehe.

Speaker3:

Glaube ich. Ist so ein bisschen.

Sibel Brozat:

Ja, ich kann nicht.

Ilka Peemöller:

Anders, nicht?

Sibel Brozat:

Du hättest genau, was du meinst. Zu deinem Buch noch mal Das kann man wo erwerben.

Ilka Peemöller:

Das kann man über Instagram bei mir Wenn man möchte, dann kriegt man auch ein persönliches Exemplar mit Unterschrift, Widmung und oder übers Internet. Aber das andere ist vielleicht viel persönlicher.

Sibel Brozat:

Finde ich auch. Vielen Dank auch für deine Ich habe auch.

Speaker3:

Einfach zu viel.

Sibel Brozat:

Es hat mich sehr gefreut. Und um das Thema deiner Laufbahn so noch mal so ein bisschen abzurunden Also du warst ganz lang angestellt, dann warst du zwischendrin selbstständig und ich war ja auch früher ganz lang angestellt, dann war ich selbstständig und dann hatte ich so Schwierigkeiten, weil ich hatte auf einmal keine große Marke mehr hinter mir. Und ich glaube gehört zu haben, dass du so so einen Gedanken auch hattest. Kannst du da vielleicht noch ein bisschen was ändern?

Ilka Peemöller:

Na klar, das kann ich gerne machen. Ja, ich habe mich selbstständig gemacht. 2010, nachdem ich die zwei Chefredaktionen gemacht hatte, weil ich einfach gemerkt habe, dass diese politics, die einfach dazugehören, wenn du in der Chefredaktion bist, du bist nicht mehr Reporterin, du musst dich natürlich, du musst Mitarbeiterführung. Ich war vorher Chefreporter in aller Welt unterwegs und auf einmal so ein Team von 30 Leuten, was du führst. Ich hatte davor ein ganz kleines Team, mit denen ich mich ausgetauscht habe, auch eher auf einer eher freundschaftlichen Basis. Wir haben, na ja, das geht wieder zu weit. Aber auf jeden Fall, da hat man anders gearbeitet. Und dann bist du auf einmal Chefin, muss alle Muster Verlagsleitung, muss nun Geschäftsführer, bist noch in einem Familienunternehmen, wo die Tochter das Konkurrenzblatt macht und du musst. Ich habe es immer gesagt. Also das war der Tanz auf dem Minenfeld und das war einfach. Es war mir alles zu viel, aber alles, was mich ausmacht und das ist dazu, es gehört ja auch dazu zum Leben, dass man erkennt, wie man ist, alles. Ich habe einen Reporter Herz. Ich bin auch eine kleine Rampensau und das ist und dann ich bin am besten, wenn ich draußen bin, einfach abends unterwegs. Eine Freundin von mir nennt mich Social Butterfly und das ist so Ich liebe das. Ich liebe das wirklich so gern mit abends unterwegs sein. Dann kriegt man die Geschichten raus, ob auf Events, ob beim Dinner und dass das so passiert. Das und so entwickelt man auch einfach sein Netzwerk, das gehört dazu. Also kurze.

Speaker3:

Nächte.

Sibel Brozat:

Traut euch, da hört ihr das, traut euch raus.

Ilka Peemöller:

Und dann einfach zu erkennen Das bin ich Und da habe ich mich selbstständig gemacht und habe bin nach Berlin gegangen und habe, ja habe einfach hier und da als Autorin oder Beraterin von Chefredaktion gearbeitet und auch für fürs Fernsehen vor der Kamera RTL und VOX Kolumnistin. So und das. Ich hatte dann aber, obwohl ich frei war, ja immer habe ich für große Auftraggeber gearbeitet. So, und das Buch ist das Entscheidende. Ich habe mich lange nicht getraut, dieses Buch rauszubringen, weil ich dachte, ich habe ja keine Marke hinter mir und das ist eine. Also das ist ein ganz interessanter Werdegang und ich habe das mittels Coaching wirklich raus kristallisiert, raus gearbeitet. Also aus Liebe sozusagen zu mir selbst, habe ich mir dieses Coaching geschenkt. Zu der Frau gehe ich auch immer noch. Die ist ganz, ganz großartig. Rita Serra Roll Ich nenne dich hier sehr gerne und das man einfach erkennt, man ist selbst die Marke und ich habe auch dann fragt man sich irgendwie. Aus heutiger Sicht denke ich, wovor habe ich denn Angst gehabt? Das ist, weil ich bin jetzt natürlich vier Jahre nach Entstehen des Buches schon wieder ganz anders. Also bin schon wieder gewachsen, würde ich sagen. Und das ist ja das Schöne, man wächst ja wiederum durch seine Ängste, durch dem sich Stellen und durch die Tiefen und. Und das Schöne war auch einfach Ich bin ausgerechnet mit mit Ladehemmung an die Künstler ran. Denen, mit denen ich seit 15 bis 20 Jahren schon ein ganz tolles, vertrauensvolles Verhältnis irgendwie hege. Udo Lindenberg oder so, der war natürlich sofort dabei. Aber ich habe mich, also der hat sogar sich von meinem Fotografen fotografieren lassen, obwohl er sich sonst nur von seiner Tina Anke fotografieren lässt. Oder Johannes Oerding habe ich dann, wie ich da rumgeeiert habe, auf einem Event von Udo auch gefragt, ob er in meinem Buch dabei ist. Und er sagte Guckte mich nur an, sagt er Ja, na klar, nicht. Dabei trinken wir noch ein Bier.

Speaker3:

So.

Ilka Peemöller:

Und das ist so interessant. Man macht sich so'n Kopf. Und was soll denn mehr passieren, als dass jemand Nein sagt? Und jetzt kommt das Spannende Die haben nicht mal gefragt, welcher Buchverlag das ist, weil die haben immer gesagt Du machst das, also wird es gut werden.

Sibel Brozat:

Ich glaube, da macht man sich als Profi viel

Ilka Peemöller:

Ja, ich.

Sibel Brozat:

Glaube, das interessiert dann den vielleicht Der vertraut dir und du hat mit dir super Erfahrung. Und es ist doch auch ein guter Tipp, hier rauszuhauen, zu sagen, wenn du so ein Projekt in der Art hast, fang doch mit dem Naheliegenden an, mit denen, die dir schon nahe stehen, die dir schon gut gesonnen sind, mit denen du schon eine Beziehung hast. Fang doch einfach mal mit denen an, aber wenn du jetzt 35, was ja auch schon eine riesige Zahl ist, an unterschiedlichen Porträts hier drin hast, wie viele hast du akquiriert, um 35 in deinem Buch zu haben? War das 70?

Ilka Peemöller:

Locker. Das ist echt eine gute Frage. Also, ich locker 70. Ich also ich das. Oh Gott, da müsste man mal wirklich in diese alten Listen reingehen, wen man da alles.

Sibel Brozat:

Angeschaut.

Ilka Peemöller:

Hat.

Sibel Brozat:

So also schon.

Ilka Peemöller:

Mindestens doppelt so viel, weil irgendwann. So verrückt und es waren 25 eigentlich nur vorgesehen. Und dann habe ich dann zu dem Verlag gesagt Wir machen jetzt 35, weil ich hatte die Idee mit 35, und das machen wir jetzt. Und ich meine, kein Mensch wird jetzt wissen, dass es deshalb diese 35 sind. Und danach habe ich irgendwann gedacht, also das war jetzt ein bisschen wahnsinnig von mir, aber jetzt, ja.

Sibel Brozat:

Ich habe auch mein Podcast sehr wahnsinnig

Speaker3:

Wie bitte? Ja.

Sibel Brozat:

Ich habe auch den gleichen Wahnsinn wie du.

Speaker3:

Nein, noch.

Sibel Brozat:

30 Tage am Stück. Ich habe es so gemacht wie du. Ich habe mir ein Coaching geholt. Ich habe mich vorbereitet und dann habe ich es. Und der hat gesagt, der das wahrscheinlich so und so rausgehauen. Als Teaser, der war aber nicht mit 30 täglichen Folgen an Start geht, weiß auch keiner, dass man es ernst meint. Er sagt ja, die Herausforderung nehm ich an, machen wir.

Ilka Peemöller:

Aber dann konntest du ja auch parallel nichts Ja, also ja, eben. Also ich habe jetzt auch anderthalb Jahre wirklich an diesem Buch. Ich habe jetzt also gearbeitet, weil ich dazu gehört. Das ist ein Fulltime Projekt, also das und vor allem, na ja, also man muss ja und plant es ja auch. Also ich habe das wirklich das Konzept gemacht, die Reisen organisiert habe, kooperiert mit dem Kreativ aus Hotel. So und dann wird ja auch zwischendurch ändern sich ja auch von den Prominenten die Pläne. Du hast schon einen Flug gebucht nach München oder wie auch immer und dann sagt derjenige Nee, ich muss jetzt aber nach Dubai fliegen, also ist alles passiert. Und dann denkst du, bricht die Welt zusammen.

Sibel Brozat:

Also da hattest du es ein bisschen Aber ich habe den Podcast an Start gebracht mit der Pandemie und ich habe quasi ich hatte so ich hatte gedacht so, oh, was brauche ich denn für einen digitalen Kommunikationskanal? Und da fiel mir Podcast ein, weil ich das einfach gerne selber nutze. Das Medium habe mich direkt für so ein Mentoring Programm habe ich recherchiert was gefunden. Das war so gefühlt Tag eins der Pandemie und dann habe ich ein halbes Jahr quasi diesen Podcast vorbereitet und es war alles voll in dieser Lockdown Phase und dann ging eben alles telefonisch, also 90 % war telefonisch oder per Zoom und ein paar waren natürlich auch persönlich, aber die waren dann eher in der Stadt. Und in der Stadt gibt es ja auch schon ganz viele hier in Berlin. Also da hatte ich jetzt Gott sei Dank nicht so ein Aufwand wie du, aber trotzdem, trotzdem.

Ilka Peemöller:

Das ist schon nicht ohne.

Sibel Brozat:

Okay, wir haben ja jetzt über ganz viele schon so beiläufig erzählt. Im Laufe deiner Karriere aber kannst du eine Herausforderung nennen, mit der du vielleicht gar nicht so gerechnet hast und wie du damit umgegangen bist. Gibt es da so diese eine Geschichte, die dir gerade einfällt?

Speaker3:

Oh.

Ilka Peemöller:

Aber es gab Gott sei Dank immer sehr viele Fangen wir mal so an Vielleicht komme ich gleich auf eine ganz konkrete. Gib mir ein bisschen Zeit. Ich bin sehr oft ins eiskalte Wasser geworfen worden und dafür bin ich sehr dankbar aus heutiger Sicht, weil nur so lernst du. Und ich war eben sehr jung. Was ich vorhin sagte, als ich Bild am Sonntag, als ich da war, dort angefangen habe und es Glück war auf meiner Seite, dass niemand das internationale Segment sozusagen bedient hat. Das heißt im Sinne von Musik acht kannst du dich mal um die Künstler kümmern und die Plattenfirmen, das hat vorher der der Kollege gemacht, aber der ist ja jetzt nicht mehr da. So, da habe ich mich so richtig reingehängt, fuchst. Und dann eben wieder sind wir beim Netzwerken, das ist aufgebaut und irgendwann saß ich und habe ich, saß ich dann wirklich gefühlt mehr im Flieger als in der S Bahn nach Amerika, nach England, nach Tokio, nach ich weiß nicht was, so dass ich mit 30 wirklich schon alle Kontinente dieser Welt bereist hatte. Und da war ganz oft natürlich war das Vertrauen meiner Chefs da, da bin ich dankbar dafür, dass sie gesagt oder dass sie gesagt haben, zum Beispiel Konzertveranstalter XY holt Carlos Santana. Als konkretes Beispiel kannst du rüber fliegen.

Sibel Brozat:

Muss man nicht, kann ich nicht. Muss Carlos.

Speaker3:

Santana weg? Ist das muss.

Ilka Peemöller:

Man nicht lange überlegen. So, und das Ding ist einfach. Du bist dann wirklich rüber geflogen und natürlich mit dem Anspruch und mit dem Druck. Da muss was bei rüberkommen. Ist auch und der zum Beispiel ganz über seinen sexuellen Missbrauch gesprochen. Das war also es ist schon sehr lange her, es fällt mir gerade ein. So, und jetzt zum Thema Herausforderung Madonna war ne Herausforderung, die liebt das auch, die Leute zu triggern und die gucken genau, wie weit sie gehen kann. Die hat schon alles in ihrem Leben. Durch die weiß sie, da verschieben sich alle Grenzen, diese Madonna und da fahre ich, dann bin ich mit der Ich habe das einzige Interview in ganz Deutschland gehabt und dann bin ich nach London geflogen. Wir hatten uns schon mal getroffen und das Ding ist ah, du bist mit einer Zeile im Gepäck quasi dorthin gereist, weil sie hatte zu dem Zeitpunkt schon Eheprobleme und das hieß richtig. Die Zeile lautet folgendermaßen So oder so, du fährst also mit einem Truck, hast aber nur 20 Minuten. Interviewer Und du musst in dieser.

Sibel Brozat:

Summe.

Ilka Peemöller:

In dieser Kürze der Zeit, die ist natürlich Sonntagszeitung an, ihre Publizistin hat auch gesagt Ah, important born. Das ist wirklich dann so, die wissen Auflage bringt was zum Album. Stark Das ist klar, die sind da so eingespielt in.

Sibel Brozat:

Amerika, das glaube ich auch bei Madonna, bei grätschen schon gesehen, dass die richtig schlechte Interviews im live Fernsehen selber gedreht hat. Ich glaub die spielt damit. Also ich glaube, dass die gerne dann jemand vielleicht auch so ein bisschen in die Pfanne haut. Also die kann das Thema schon so gut wie schon so ein Profi, dass die glaube ich mit jedem so wie soll ich sagen.

Ilka Peemöller:

Na die will sich glaube ich auch einfach, die man sich auch vorstellen an so einem Tag, das ist ja auch für einen Künstler nicht sonderlich spannend. Du, das gehört nun einfach dazu. Du musst in dem Hotelzimmer sitzen, da kommen sie alle angereist, wollen wirklich alles von dir wissen. Und dann gibt es auch, muss ich sagen, Kollegen. Die fragen auch alle dann dasselbe und sagen dann so, so, ihr neues Album. Und dann geht das auch schon in so einem Tempo und immer so gleich los. Du musst die ja auch bei Laune halten, oder du musst dich irgendwie anstrengen, was anderes zu fragen. Bloß in dem Fall muss zuerst mal ein paar Spielregeln beachten und muss dann irgendwann so und jetzt muss ich auch diese Ehe kommen, so oder so, und das ist dann eben, das gehört dazu. Aber das ist jetzt doch nicht, glaube ich, die Herausforderung, die du jetzt wirklich meinst, als Herausforderung.

Sibel Brozat:

Aber vielleicht hast du noch so eine. Ja, so wahrscheinlich hast du damit auch nicht gerechnet, dass das so hart ist. Oder als du angefangen hast und dann in den Flieger nach Amerika geschickt wurde. Vielleicht musstest du diese Professionalität von denen da drüben zu dem Thema auch erst irgendwie kennen.

Ilka Peemöller:

Das muss, das musstest du lernen und musstest Du musstest immer wieder deine Scheu überwinden, über deinen Schatten springen. Das habe ich auf jeden Fall gelernt, weil du musst dann auch liefern oder genauso. Mir fallen jetzt gerade so ein paar Sachen ein. Ich war noch in Hamburg und Robbie Williams, damals Mega Superstar. Und natürlich ist er immer noch ein Superstar. Aber das war wirklich seine ganz heiße Phase und er hat hier für ganz Europa eine Pressekonferenz gegeben. Und dann bin ich hin und Pressekonferenzen macht man nicht, aber er hat keine Einzelinterviews in dem Fall gemacht. Und dann sitzen heute 300 Journalisten aus aller Welt. Und dann bin ich Freitag los. Und dann sagte mein Chef Wirklich so, wir haben den, also wir haben die eins freigeräumt, bring mal was mit.

Speaker3:

Oh.

Ilka Peemöller:

Und das da hast du aber richtig Druck. Und das ist und wir erscheinen Sonntag, also das zwei Tage, also eigentlich eher nur ein und Nacht. Und dann gab es aber einfach eine glückliche Fügung, dass einfach also erstmal ging es so los, dass. Die glückliche Fügung hatte, dass ich als eine wenige Journalisten in diesem Pulk von 300 Menschen ausgewählt wurde, dass ich eine Frage stellen darf. Davor hatte aber zwei von der Sun so nieder gemacht verbal, weil die auch unverschämt waren. Da hab ich gedacht Oh Gott, wenn er das gleich mit mir macht. Oh Gott, Hilfe! Hoffentlich! Hoffentlich verhaspelte ich mich nicht. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich da gefühlt habe.

Sibel Brozat:

Fieber gehabt.

Ilka Peemöller:

Der totale Weiß, Mitte 20. Und stehst du dann da, musst ins Mikro sagen Hmm. Ilka from Bild am Sonntag, Sunday, Sydney Newspaper Dann drehen sich erst mal alle um Wuschel Dings Oh Gott, knallrote Birne. Wahrscheinlich weiß ich nicht mehr, aber da sag ich Robbie und dann habe ich irgendwie. Es hat sich alles glücklich gefügt. Ich habe, glaube ich, gesagt, was seine Größe ist, was seine größte Angst wär. Danach habe ich ihn gefragt. Und dann sagte er, seine größte Angst wäre, wenn er nicht mehr Fußball spielen würde, spielen könnte. So, und das Ding ist, ich wusste, wo er an dem Tag in Ostberlin ist, nicht aus Berlin Ost im östlichen Teil Berlins er Fußball spielen war, und da war ich mit ein Paparazzi Paparazzo unterwegs. Ich hatte gute Informanten, wir haben Fotos gemacht, wie er Fußballspiel war. Am Ende ist es so erst gestürzt und musste ins Krankenhaus in Berlin ins Bundeswehrkrankenhaus. Und ich war am nächsten Tag noch. Ich wusste, wo er gewohnt hat. Wir haben, dann habe ich noch mit ihm sprechen können und so ist dann die Seite eins draus geworden. Und dazu gehört natürlich aber auch Glück. Also glückliche Fügung, also, dass ich sagte jemand Ja, aber das Glück ist auch mit den Tüchtigen, das heißt, du musst ja im Vorfeld schon umtriebig sein. Ich hatte meine Informanten, ich wusste, wo der wann hinfährt und und das war so aufregend alles und ja, aber mit so einem Druck, also ich weiß noch genau, kaum war das Ding in Druck, da haben wir aber auch die Korken knallen.

Speaker3:

Lassen, glaube ich.

Sibel Brozat:

Aber sag mal, was machst du mit so viel Also was? Was machst du.

Speaker3:

Um.

Sibel Brozat:

Runterzukommen, wenn du so viel Druck hast? Wie. Wie gehst du damit um? Was? Was machst du damit? Also, dass dir. Damit. Damit, dass du besser damit umgehen kannst.

Ilka Peemöller:

Ich glaube erstmal, dass mir mein heiteres Nein, ich habe ein sehr starkes Umfeld und das ist alles. Sind erst mal meine Freunde und meine Familie. Das klingt so abgedroschen, amerikanisch, auswendig gelernt, aber das ist so und das ist so, da hast du deinen sicheren Hafen, da kannst du dich fallen lassen, da geht der Druck schon mal weg und dann ist es die Natur. Ich bin einfach. Ich komme runter am Meer, am liebsten auf Sylt. Das ist meine Heimatinsel. Und am besten, wo die steife Brise mir so richtig den Kopf frei pustet. Oder wenn ich im Wald bin. Und dazu brauche ich auch zwischendurch meine allein Phasen, gerade wenn der ganze Rummel da draußen und im Kopf einfach zu viel wird. Aber richtig tief durchatmen. Und das geht in der Natur dann auch wirklich mal, sich auch so ein bisschen zu zwingen, Handy aus und im Hier und Jetzt zu sein und durchzuatmen.

Sibel Brozat:

Sehr schön. Und was, was mein Gesten und auszuformulieren als die Herausforderungen, weil wir jetzt gerade mit Korona und so sowieso so viel haben, sind die Erfolge. Also was ist der Erfolgs Moment für dich, wo du sagst Wow, da habe ich gedacht, jetzt habe ich es geschafft. War das dein erster Artikel in deinem Amtsblatt, oder?

Speaker3:

Ach ehrlich.

Sibel Brozat:

Was war das so persönlich für dich?

Ilka Peemöller:

Natürlich auch das Berufliche bezogen.

Sibel Brozat:

Muss nicht sein, aber gerne.

Ilka Peemöller:

Also ich weiß noch ganz genau, dass ich ganz hatte. Das war mein erste Seite eins Anriss. Das waren exklusiv Geschichte über Luciano Pavarotti. Ich habe mit dem viel zusammengearbeitet, schätze ich mich wahnsinnig glücklich war bei dem auch zu Hause in Pesaro, in seinem Ferienhaus oder bei ihm im Polo Club in Bologna und der im La Banda, der unglaublicher Künstler war. Wahnsinn. Und da war das so, dass er mit mir über seine Ehefrau Ex Ehefrau gesprochen hatte. Und das war die Verliebtheit, die Scheidung. Das war natürlich unglaublich für Bild am Sonntag. Wir haben ihn zu Hause besucht mit dem Fotografen. So und das war, bin ich an die Tankstelle. Ich war auf dem Dorf bei meinen Eltern und ich war ganz aufgeregt, das weiß ich noch. Und da war ich wahrscheinlich 22, 23. Und das hat, das hat auf jeden Fall was gemacht und hält man ganz stolz die Zeitung in der Hand. Und das ist schon, das weiß ich auf jeden Fall.

Sibel Brozat:

Wolltest du dir nicht gleich ein paar

Ilka Peemöller:

Nee, ich wusste ja, die sind am Dienstag auch irgendwie abgeheftet vom Sekretariat. Die hat man dann immer da gehabt. In dem Fall wollte ich das einfach so für mich nach Hause nehmen und zu meinen Eltern dadurch und weiß auch genau sich von Freunden kam. Na ja, und das andere Erfolgserlebnis, das werde ich auch nie vergessen, ist mein Buch. Das ist, als ich das irgendwie, das kriege ich jetzt noch ein Kloß im Hals. Wie schön. Das ist so, als dass das Paket ankam. Oh Gott, mein Buch. Und das ist. Und du vergisst in dem Moment jeglicher Anstrengung, was das war. Zwischendurch, wie oft ich auch gedacht habe, dass ich schmeiß das jetzt hin, ich lass es sein, weil es so viel schiefgelaufen ist auf allen Ebenen. In Atlas Am wird immer gesagt Ilka, die Steine sind der Weg. Und diesen Satz fand ich so stark, den habe ich total mitgenommen und das weiß ich. Da gibt es ein Video von Freund. Von mir hat das gefilmt, wie ich wirklich dieses Buch auspacke. Es ist ach so ganz schön, das ist und da bin ich sehr stolz drauf.

Sibel Brozat:

Ja, das kann ich mir vorstellen, wär ich an Und so zum ganz zum Abschluss kannst du unseren Hörerinnen und Hörern ein Tipp mit auf dem Weg geben, die jetzt gerade so selber dabei sind, eine Marke aufzubauen oder in der Gründung sind. Hast du da einen Tipp?

Ilka Peemöller:

Ich hoffe, das Wichtigste ist erst mal, dass durchhält, dass man etwas nur mit ganzem, ganzem Herzen macht. Weil das am Ende, wenn du es halbherzig machst, machst du es auch nicht gut. Das glaube ich ganz sicher. Also ich, das merke ich so Wenn du Leidenschaft hast, dann brennst du auch einfach. Und wenn du auch nicht mehr brennst, dann bist du nicht mehr gut. Oder musst du einfach was Neues machen? Ja, dass man auch vielleicht man muss einfach wirklich machen, das ist das klingt so einfach, aber so sabbeln tun viele. Wie oft ich wirklich gehört habe, als ich dieses Buch rausgehört habe, auch durch. Muss auch ein Buch schreiben. Ich könnt ja zehn Bücher schreiben.

Speaker3:

Ja, du machst halt.

Ilka Peemöller:

Genau und das. Und ich habe ja auch sieben Jahre gebraucht, bis ich dann das eigentlich mal gemacht habe. Also man muss einfach machen und ich glaube an den Spruch Das Glück ist mit den Mutigen.

Sibel Brozat:

Das hast du schön gesagt. Vielen Dank, liebe Ilka und toll, dass du dir die Zeit genommen hast. Hat total Spaß gemacht.

Speaker3:

Sie zu füllen. Danke.