Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen

Lena Nussbaum, Gründerin Yes My Love - über Crowdfunding 3.0, Fashion NFTs und Metaverse

June 24, 2022 Lena Nussbaum, Sibel Brozat Season 2 Episode 45
Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen
Lena Nussbaum, Gründerin Yes My Love - über Crowdfunding 3.0, Fashion NFTs und Metaverse
Show Notes Transcript

Lena Nussbaum ist die Gründerin von YES MY LOVE. Vor ihrer Gründung, die sie zunächst eher als Hobby betrachtete und nebenberuflich anfing,  arbeitete sie für Perclers Paris, Hugo Boss NYC, VERY Magazine NYC, 7trends Berlin, THE SHIT SHOP Berlin und home24 Berlin.

YES MY LOVE ist ein hybrides Modelabel mit dem Fokus auf zeitlose, hochwertige und nachhaltige Mode mit einem Touch von Rock n Roll.

Bei YML gibt es Taschen, Schuhe und Ready-to-Wear Styles, die das ganze Jahr und Saison unabhängig getragen werden können. Für Lena ist es wichtig, in allem was ihre Produktion angeht transparent zu sein. Sie achtet sehr auf Nachhaltigkeit. 

Außerdem hat YML eine starke Bindung zu ihrer Community und bindet diese so viel wie möglich ein.

Als erste Frau und als erstes Modelabel hat sich Lena für Crowdfunding 3.0 entschieden,  ein Security Token Offering programmiert auf einer Blockchain / Polygon.

Wie sie das gemacht hat, warum sie das gemacht hat, wie man sich bei ihrem Unternehmen beteiligen kann, und viele weitere spannende Einsichten gibt uns Lena in der heutigen Episode.

Es lohnt sich reinzuhören.

Hier geht's zu den Shownotes

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Herzlichst,

Sibel Brozat

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Sibel Brozat:

Willkommen im Women in Fashion Germany ihre Macherinnen. Von mir, Sibel Brozat und mit spannenden Talkshow Gästen. Heute zu Gast Lena Nussbaum. Liebe Lena, schön, dass du heute bei uns in der Show bist.

Lena Nussbaum:

Hallo. Schön, dass ich da sein darf.

Speaker1:

Liebe Lena, erzähl uns doch bitte, wer du

Speaker2:

Ja, mein Name ist Lena. Ich bin die Gründerin von Yes My Love. Yes My Love ist ein nachhaltiges Modelabel aus Berlin. Wir produzieren Basics und Lederwaren, Schuhe und Taschen, hauptsächlich in Portugal und unsere Lederwaren nachhaltig in der Toskana.

Speaker1:

Wann hast du damit angefangen?

Speaker2:

Ich habe angefangen, 2016 und das Ganze war Ich war bei Home 24, Social Media Managerin und habe nebenbei das das Label gestartet. Aber wie gesagt, ohne großartige Businessplan, also wirklich einfach nur so, ich sag mal immer so als kleines Hobby nebenbei und aus dem Keller heraus alles verpackt und verschickt und eigentlich dann erst richtig durchgestartet. Sind wir so vor anderthalb, zwei Jahren?

Speaker1:

Was hat dich dazu bewegt, die Marke

Speaker2:

Ja, ich hatte immer schon die Vision, den Und für mich war immer wichtig auch dieser Nachhaltigkeit Aspekt, so dass man weiß, wo kommt überhaupt meine Mode her, die ich trage. Und das waren eigentlich so die Hauptpunkte. Und dazu kam, dass viele Freundin von mir immer mein Style, meinen Look cool fand. Und dann habe ich gedacht naja gut, dann mache ich eben meine Sachen selber.

Speaker1:

Ja, das ist ja am Anfang immer so schwierig, ernst genommen zu werden. Man kann so und so ein bisschen aus deinen Anfängen erzählen, wie du das gemacht hast, auch finanziell.

Speaker2:

Ja, also ich habe von Anfang an keinen großen Ich habe wirklich alles nur, ja, ich hatte ein bisschen selber was angespart und habe dann eben ganz klein angefangen. Aber genau wie du gesagt, dass es eben schwer, dann auch kleine Stückzahlen zu produzieren, weil die meisten wollen natürlich immer so ab 300 Teile pro Style produzieren. Ist auch heute noch so, aber ich habe Glück gehabt, dass ich einen Partner gefunden habe, der auch angefangen hat und sich selber ein Netzwerk auch in Portugal aufgebaut hat und der eben dann zu Produktionsstätten gegangen ist und ein kleines Stück zu produzieren. Dann habe ich einfach wirklich Glück gehabt, dass ich an ihn geraten bin über Bekannte und so haben wir eigentlich gemeinschaftlich das dann aufgebaut und heute ist er auch einer der größten Partner und hat sich auch selbst eine große Produktionsfirma aufgebaut.

Speaker1:

Ja, klasse, dann war das bei dir auch so ein deiner beruflichen damaligen Karriere heraus. Also du warst auch Quereinsteigerin, quasi in dem Fall.

Speaker2:

Genau. Ja, ich habe. Ich habe zwar Mode und Design in Düsseldorf studiert, aber hatte jetzt keine langjährige Produktions background, weil ich vielleicht bei großen Marken schon in dem Bereich war und bin dann sozusagen so an die an die Kontakte gekommen. Das war dann einfach in dem Fall, wie es auch manchmal so ist, richtiger Zeitpunkt, richtiger Ort. Habe ich dann jemand getroffen?

Speaker1:

Ja, Glück braucht man auch bei der Sache. Und war das für dich von Anfang an klar, dass das ein Onlineshop wird oder wie hast du dir deine Vertriebswege geplant?

Speaker2:

Ja, absolut. Ich habe damals angefangen, ganz Instagram, also so gegen das dann auch los, dass immer mehr auch mich da gefragt haben nach meine Looks. Und dann habe ich einfach eben über die App Instagram das aufgebaut. Und dann war natürlich der klassische logische Weg, dass ich halt eben Onlineshop habe und das habe ich auch bis heute. Nur sage ich immer, wir haben keine klassischen anderen Vertriebswege aufgebaut.

Speaker1:

Okay, dann ist es also 100 % eCommerce über Genau, spannend. Damit liegst du voll im Trend, glaube ich. Und was ich total spannend finde Wir haben uns neulich drüber unterhalten, dass du ja jetzt doch überlegst, Investoren reinzuholen. Und da hast du dir einen ganz, ganz besonderen Weg ausgesucht. Magst du mal erzählen?

Speaker2:

Ja, genau. Wir sind jetzt seit circa zwei Wochen live mit unserem Crowdfunding 3.0 Warum 3.00? Wir machen nämlich ein Security Token Othering, das heißt wir geben Tokens raus. Diese Tokens sind programmiert auf einer Blockchain, Blockchain, Polygon. So, und wir? Das ist jetzt eine Art, ein Crowdfunding zu machen, wo wir die Community mit einbeziehen oder auch größere Investoren, Investoren, wenn sie wollen, bei uns mit einzusteigen und eben Tokens zu kaufen. Und es ist ein digitales Wertpapier dieser Security Token. Also es ist im Grunde was ganz klassisches, es ist eine Anleihe, aber sie ist eben digital und das ist wiederum dann eben 3.0 und war für mich dann auch durch den Werdegang der Brand eigentlich so ein Ja, der next step für uns, als ich mir eben überlegt habe, okay, wir müssen jetzt wachsen, was braucht man Wachstum. Mode braucht man vor allem über sehr viel Kapital, um mehr Produkte zu machen, Team, Aufbau etc.. Und so kam die Idee vor acht acht Monaten, neun Monaten über mein Business Partner, der schon länger auch im Bereich Crypto und und Blockchain ist. Und der hat mir das damals vorgestellt und ich war total fasziniert davon, was was möglich ist jetzt mit dieser Technologie und war eigentlich von vornherein sofort okay. Das machen wir. Wow, tolle Idee. Und ja, es hat jetzt aber dann schon doch länger gebraucht, weil es ist ein Ja, es ist eben eine Anleihe, es ist ein Wertpapier und das kann man nicht mal einfach so erstellen. Aber sind natürlich auch nach deutschem Recht muss man gehen, mit der BaFin zusammen wird das erstellt. Genau. Und somit hat das eine längere Zeit gedauert. Aber jetzt sind wir eben live und jetzt kann man bei uns als Kleinanleger oder Kleinstaaten ab 250 € geht es bis 25.000 € oder auch noch weiter hinaus. Da muss man. Dann noch mal direkt sprechen. Genau.

Speaker1:

Also die Faszination für Krypto und für teile ich mit dir. Das wissen viele, die mich auch ein bisschen näher kennen. Ich war total baff und fasziniert von dem Weg, den ihr da ausgesucht habt. Jetzt sagst du, das hat damit zu tun, weil jemand oder dein Business Partner dir deinen Weg gezeigt hat. Ich wüsste gar nicht, wie man da anfängt. Also magst du uns so ein bisschen mit auf die Reise nehmen, wie das dann in der Umsetzung war?

Speaker2:

Ja, absolut gerne. Ja, man muss im Grunde, weil es eben von der BaFin reguliert ist, gibt es dann bestimmte Anwälte in Deutschland, die sich damit befassen und die dieses Wertpapier erstellen? Und dann muss man natürlich hingehen. So, erstmal sind das ist es quasi wie so ein ich sag jetzt mal so eine Art Muster Protokoll, das erstellt wird, aber es muss ja befüllt werden, also mit Zahlen, Daten, Fakten von uns. Also haben wir uns natürlich erst mal hingesetzt und es wichtig, dass man den Businessplan hat, den ich vorher noch nicht hatte. Somit habe ich dann auch meinen allerersten Businessplan erstellt, genau um halt dann auch Zinszahlungen zu errechnen. Und was können wir überhaupt auszahlen etc. Das war dann so der erste Schritt. Okay, wir brauchen einen Businessplan, unsere Ziele für die nächsten sechs, sieben Jahre.

Speaker1:

Also auch im Finanzplan auch Liquidität? Richtig, nur so Marketing, Businessplan, das ist ja auch noch mal ganz wichtig.

Speaker2:

Bezahlung stellt man rein. Richtig, es war ein reiner Finanzplan, in dem Fall jetzt für, für, für das Wertpapier natürlich dann auch klar, Marketing auch noch mal dazu. Aber das Wichtige hier ist eben, dass man das Zahlenwerk im Griff hat. Ja, und dann, das ist so das erste. Und dann setzt man sich eben mit den Anwälten hin und erstellt dieses Wertpapier Stück für Stück. Ja, und dann irgendwann hat man dieses vierseitige Papier, ja, und das dauert eben. Wie gesagt, das ist jetzt halt nicht einfach mal eben so gemacht und dann muss man die Zahlungen etc. ja die ganze Berechnung machen. Und so sind wir dann Stück für Stück rangegangen und dann wird das eingereicht, irgendwann bei der BaFin und dann bekommt man Post und dann wird gesagt, somit hiermit mit Zack Stempel drauf. Sie haben jetzt ein deutsches Wertpapier erstellt und dürfen starten und dürfen Geld einsammeln.

Speaker1:

Und sagt man da vorher, wie viel das sein Auch, also Summe? Muss man das limitieren oder kann man so viel einsammeln wie man möchte?

Speaker2:

Genau. Also man, es gibt bestimmte Grenzen, Wir haben das jetzt so in zwei Phasen gestückelt. Wir haben gesagt okay, 1 Million ist für uns schon mal sehr viel Geld. Also wir starten mit einer Million, dass die erste Phase und dann schauen wir, okay, wie können wir jetzt damit arbeiten? Reicht uns das? Wenn wir sagen Nein, wir brauchen noch mehr, dürfen wir bis zu 5 Millionen auch mal aufstocken. Aber das 5 Millionen an sich sofort fand ich jetzt auch. Es ist also es ist ja schon wirklich sehr viel Geld und für uns wäre es ja dieser erste step 1 Million absolut ausreichend erstmal.

Speaker1:

Und dann frage ich, frage ich mich gerade, Anleihe gibt? Also jetzt auf eurer Webseite oder wenn du es erzählst, gibt es da Handelsplattform, die das bewerben oder wie geht man denn damit raus?

Speaker2:

Ja, wir haben einen Partner, die, die das Einmal mit dem zusammen kann man auch bestimmte Vertriebskanäle öffnen, aber man muss wirklich. Am Ende des Tages ist es wie ein eigenes Produkt. Ja, man muss gewisse PR Arbeit leisten. Man geht dann an die Finanz Finanz Magazine, aber am Ende des Tages ist es eine klassische Vermarktung. Aber halt jetzt eben ein Finanzprodukt und kein Pullover. Aber demnach durch meinen Partner auch, der da auch wieder ein sehr großes Netzwerk hat, haben wir hier bestimmte Möglichkeiten, eben auch reinzukommen.

Speaker1:

Und was sind denn für euch die Vorteile? Jetzt war wahr, die dazu geführt haben, dass ihr euch für diesen ganz besonderen Weg jetzt entschieden habt vom Crowdfunding her.

Speaker2:

Ja, für mich war eigentlich so das einsammeln kann, ohne jetzt Anteile abzugeben. Also wenn ich jetzt klassischen Investoren gehe und die mir 1 Million zum Beispiel geben, dann muss ich natürlich Anteile abgeben. Ganz klar heißt nicht, dass ich das ganz furchtbar finde und es nie machen würde. Aber es ist auch schwierig, jemand zu finden, der der auch passt zu einem. Und ich glaube ja, da sind auch Risiken mit verbunden. Und das fand ich einfach spannend, dass ich sagen kann, überhaupt, ich kann so eine große Summe abrufen am Kapitalmarkt, ohne jetzt, wie gesagt, weiß ich nicht, 40, 50 %, was auch immer abgeben muss. Oder der klassische Weg zu einer Bank ist natürlich in unserem Status auch schwierig, dann 1 Million zu bekommen. Also weiß ich jetzt nicht, welche Bank das macht. Und das war auch ein Grund, warum wir das gemacht haben.

Speaker1:

Und gibt es da? Ist es nur eine persönliche Präferenz oder ist dieses klassische Cloud Crowd Funding da für euch wird es auch ausreichend Geld? Wiesen oder gibt es da noch einen Unterschied zu dieser Blockchain basierten Version jetzt für euch?

Speaker2:

Als Vorteil für uns war es einfach. Der war für mich jetzt persönlich der logische Stepp, weil es eben eine 3.0 Crowdfunding ist und eben nicht das klassische davon. Wie ich ja schon gesagt habe, war ich einfach so fasziniert und als Web 2.0 gegründete Brand war das einfach irgendwie für mich so passend. Und gerade auch dieser Community Gedanke gut, den hast du bei einem anderen Crowdfunding auch. Aber hier noch mal eben auch die Community vielleicht an ein neues Thema heranzuführen, auch da wiederum zu sagen Hey, guckt euch doch mal diese Technologie an, schaut, was sie damit machen könnt. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, damit jetzt Crowdfunding. Man kann aber auch ganz viele andere Sachen mit der Blockchain machen. Auch das NFC Thema ist verbinden wir auch so ein bisschen bei uns auch das wiederum, wir machen viel auf, wir müssen viel aufklären, das ist mir auch bewusst. Aber auch das macht mir Spaß und das ist einfach was, was mich auch fasziniert daran, um wirklich auch unsere Community da zu faszinieren und zu sagen, das ist die neue Technologie, die jetzt da ist und die kommt und ja, seid dabei.

Speaker1:

Und was es so für die, die sich für ne Investition bei euch interessieren, was ist da der besondere Vorteil.

Speaker2:

Dass man mit einer ganz kleinen Summe, sage Investition einfach starten kann, bei uns mit mit dabei sein kann. Und das fand ich, war für mich auch wichtig, weil das können wir auch festlegen. Man darf wirklich sagen okay, weiß ich nicht, ich möchte jetzt ab 5.000 € starten oder eben ab ab zehn null und habe gesagt Nein, ich möchte das klein, also klein anfangen, dass wirklich jeder dabei sein kann und jeder die Möglichkeit hat, sagen kann Hier habe ich Finanzier habe ich investiert. Ich bin bei meinem Lieblings Label dabei und bin beim Crowdfunding dabei. Und genau das fand ich auch so spannend.

Speaker1:

Finde ich ganz nice. Und ich kenne niemanden, der das sonst so macht wie du oder wie ihr. Gibt es noch andere Labels, die so wie ihr den gleichen Weg schon gewählt haben.

Speaker2:

Also in der Modebranche? Nichts wurde uns von Das war für mich auch ein Punkt mehr. Okay, dann sind wir die ersten Bitte. Und was auch ein Punkt war, es gibt keine Gründerin, die eine Frau, die das bis jetzt gemacht haben. Es gibt ja andere Unternehmen, die aber auch von Männern geführt sind, die das machen. Schon, aber eben keine Frau.

Speaker1:

Das sind schon mal zwei super coole Gratuliere dir dazu.

Speaker2:

Danke.

Speaker1:

Kommen wir zum Meta wirst oder Newt. Da habt ihr ja auch einiges vor. Es ist ja auch immer ein ganz spannendes Thema. Magst du da noch ein bisschen drauf eingehen?

Speaker2:

Ja, sehr gerne. Ja, Meta wirds und nichts ist Ja, es ist es ein Hauptthema. Es ist ein Trendthema. Das sind ja auch viele. Scheinen so ein bisschen die Geister. Ich sage ganz klar Es ist, das ist unser nächster Stepp. Ob wie schnell das kommen wird, wie schnell es kommerziell wird, kann ich jetzt auch noch nicht genau sagen. Aber es ist einfach die nächste Technologie, die wir haben und ein neuer Weg, auch mit der Community zu wachsen oder sie auch zu Benefit zu gestalten. Wir sagen, dass wir uns als hybrides Label auch aufstellen wollen in der Zukunft. Das heißt, wir wollen oder haben auch schon Teil unserer Kollektion digitalisiert, haben uns verschiedene Mitarbeiter angeschaut. Zum Beispiel haben wir angefangen letztes Jahr im September für Sandbox, das ist Anbieter für eine kleine digitalen Avatar von mir zu erstellen und haben uns das so ein bisschen angeguckt. Es ist sehr pixelig alles das ist auch für mich noch so, das ist halt eine reine Gaming Plattform. Dann sind wir in ein anderes Meter Wolfgang die Zentrale und da ist alles schon ein bisschen hochauflösende. Dort kann man auch ein Pulli von uns kaufen, also wenn man dort Gamer ist. Wenn das jetzt von den Zuschauern jemand kennt, kann er da sich dann einen auf Pulli kaufen. Da haben wir auch bei der ersten Fashion Week schon mitgemacht. Und ja, wir wollen eben auch hier in dem Bereich uns Hybrid aufstellen. Das Thema New TS ist für uns ganz klar ein Community Building Tool. Also man kann wirklich nichts, da gibt es so viele Möglichkeiten. Viele haben es jetzt ja vielleicht auch schon gesehen bei den großen Luxus Brands, die NFP schon machen und wir sehen das ganz klar als Community Building. Das heißt, wenn man zum Beispiel bei uns ein MFT, also 111 Shirt von uns kauft oder auch in Zukunft wollen wir diese schönen Kollektive alles machen, das sind diese Rapid oder Art Bilder, die so ein bisschen wie, wie, wie, wie, wie ein Kunstwerk aussehen. Wenn man das hat, kann man, zum Beispiel hat man bestimmte Benefits. Ich gebe jetzt einfach mal Beispiele, so was wie man hat vielleicht einen Lifetime Rabatt bei Mal Low. Man ist vielleicht der Erste, der weiß, okay, jetzt kommt ein neuer Drop von uns und dann bist du als Tierhalter bist du die erste Person, die davon. Natürlich dann weiß und du kannst als erstes bei uns shoppen, bevor wir dann komplett live gehen. Public gehen an alle. Wir machen vielleicht Closing Shopping Events, wir machen vielleicht Meet and Greet mit dem Team, mit Mia und also ganz verschiedene Sachen. Und da ist wirklich, ich sage mal so, Sky ist the Limit da, weil da kann jede Band auch für sich das gestalten. Und das sehe ich wirklich als ganz, ganz wichtigen und großen Mehrwert für uns, auch als Brand.

Speaker1:

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Speaker2:

Um den Zugang.

Speaker1:

Zu meinen exklusiven. Triff jetzt deine Entscheidung. Dein kostenfreies Vorgespräch auf Women in Fashion D Slash Mentoring. Da bin ich auch ganz, ganz gespannt drauf, wie da eure Entwicklung sein wird. Halte mich da gern auf dem Laufenden. Wie sind denn da jetzt so von eurer Seite aus die die nächsten Planungs Steps? Also liegt es jetzt daran, wie viel Geld ihr bis wann einsammelt oder habt ihr einen Fahrplan wie? Wie kann man sich das zeitlich vorstellen?

Speaker2:

Ja, also wir sind jetzt schon daran und reden Art Collection. Also da sind wir schon dran. Das ist jetzt nicht gebunden, ungefähr an das Crowdfunding, sondern da sind wir schon in der Planung und da wollen wir im Herbst halt die erste Art kollektiv alles rausbringen und die, die Digital Pieces quasi, die werden jetzt auch Stück für Stück erarbeitet. Und da sprechen wir zum Beispiel jetzt auch schon mit einem Mieter, das Pop ups macht für Brands, wo man sich halt wirklich dann präsentieren kann in einem Popup und dann vielleicht von Kunden in USA gekauft wird, weil die sind nämlich zusammen auch ganz interessant, die sind verknüpft an ein Haus in Florida und dann kann der Kunde, wenn er zum Beispiel im Meterware Shop bei uns kauft, zum Beispiel einen Amerikaner kriegt, dann halt von dem Warehouse in aus den USA direkt die Ware für uns natürlich super, weil wir müssen nicht von Deutschland ausschicken. Es sind auch wieder so tolle Sache, die man eben verknüpfen kann mit diesem neuen Thema. Das ist allerdings was, da sind die auch noch in der Betaphase, das wird wahrscheinlich erst was so für Ende des Jahres sein.

Speaker1:

Spannend. Also vielleicht kommen wir ja für haben wir ja ganz gleiche Themen. Also vielleicht auch mit den New TS und die da ausstellen, da können wir einfach noch mal gesondert drüber sprechen. Würde ja in die Timeline passen. Ansonsten bin ich genauso wie du einfach nur over. Schwärmt von den ganzen Möglichkeiten, die sich da ergeben. Da muss man sich jetzt so was finden, was zu einem passt und Geist the limit. Weil es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, all diese, ja diese Tools anzuwenden und das finde ich einfach so großartig. Und ich bin so gespannt, wo unsere Branche da landen wird. Ob das wirklich nur so ein Hype ist, der vorbeigeht, ich es mir nicht vorstellen oder ob das keine Ahnung Realität wird. Es ist ja schon Realität in manchen Generationen. Die ganzen Gamer, Generation X etc. ist ja da schon unterwegs.

Speaker2:

Ja absolut. Es wird auch immer mehr. Genau und es werden auch immer mehr Frauen, auch in den Mieter oder auch Gamer. Die sind natürlich alle sehr jung, aber auch da sehen wir ein großen großes Wachstum und genau wie du sagst, also es ist ja schon da und ich hoffe, dass Deutschland da auch weiterhin dranbleibt, denn wir wissen ja leider manchmal eine Digitalisierung ein bisschen hinterher. Wenn ich mir jetzt USA angucke, oder ich war auch gerade in Dubai auf einer Konferenz, da ist wirklich alles sehr schon mehr oder weniger gefühlt auch Plakate in der Stadt, also alles dreht sich nur noch um New TS und und Meter Börse. Da sind wir noch ein bisschen zurück, aber das möchte ich jetzt auch ändern.

Speaker1:

Ja, da bin ich auch dabei. Und wir haben ja in unserer Newsletter Ende Mai haben wir einen Aufruf gestartet, wer Lust hat, mit uns mal in die Meta Was zu gehen, sich da zu treffen. Wir starten da ein kleines Experiment mit unserem, mit unserem Netzwerk. Also wenn du eine Brille hast oder dir eine ausleihen kannst und mit uns dich meine Meter was treffen möchtest, dann schreibt mir, schreibt mir einfach und dann helfen wir auch beim On Boarding helfen wir auch, wie man da reinkommt und wo wir uns da treffen. Dann können wir da einfach mal abhängen oder mal gucken, was es für Möglichkeiten gibt. Die zeigen wir euch dann genau. Und dann kann man so gucken, was was schon geht, was noch nicht geht. Wie man das nutzen könnte, wird auf jeden Fall spannend. Liebe Lena, du hast ja jetzt eine ganz tolle digitale Karriere für dich aufgebaut. Kannst uns sagen auf dieser Reise, was für dich eine Herausforderung war, mit der du so gar nicht gerechnet hast und wie du damit umgegangen bist.

Speaker2:

Ja, es gibt, glaube ich, in der Selbständigen viele Herausforderungen. Immer. Ich kann jetzt gar nicht eine rauspicken. Es sind immer, jeder Tag habe ich es gefühlt, anders und es kommen immer wieder neue Sachen dazu. Deswegen es gibt immer verschiedene Dinge, ob es jetzt auch bei der Produktion ist, ob es bei rechtlichen Sachen ist, der SEO, würde ich sagen, jetzt eine Riesenherausforderung. Also ich komm nicht jetzt aus dem Rechtsbereich und ich musste mich ja wirklich durch durch diese ganzen Werke auch durcharbeiten. Das war schon eins der größten Herausforderungen, eben diesen step auch dann zu gehen.

Speaker1:

Ist es nicht auch mit einem großen Weil man muss sich ja da Experten holen, um das alles prüfen zu lassen. Das kann man ja selber gar nicht.

Speaker2:

Absolut, absolut. Genau da haben uns Family und Friends zusammen in der ersten Runde auch unterstützt, die mit uns den Weg gegangen sind. Und ja, genau die Experten, das ist ja der BaFin Antrag alleine schon. Und das war auch spannend. Der hatte sich dann auch von den Kosten her in der Zeit, in der wir das erstellt haben, dann auch noch mal geändert. Also das meine ich, das sind auch alles ja immer irgendwie diese Herausforderungen, die man dann hat, weil sich ja ständig viele Dinge immer plötzlich ändern und man wieder da steht und denkt Okay, gut, aber da muss man es halt anpacken. Ich sage mal einfach machen. Weil wenn ich jetzt so genau auch das Thema Ich weiß, dass viele auch gesagt haben, bist du sicher und meinst du, du willst das machen? Aber ich denke mal, wenn ich zu lange über was nachdenke, wenn selbstständig bin, dann mache ich noch, überlege ich noch die nächsten fünf Jahre. Manche Dinge muss man einfach starten, sonst kommt man nie ans Ziel.

Speaker1:

Und stell dir mal vor, du trödelt rum und und dann kommt jemand anders und macht es vor dir. Das hat dich doch geärgert, oder?

Speaker2:

Oh ja, das hatte ich ich auch immer gedacht. Ich so Oh, das sind jetzt so wichtige Sachen. Erstes Modelabel, erste Frau und da schlummert doch schon irgendjemand noch anders. Und genau da war ich auch so Nee, nee, nee, wir müssen jetzt mit dem starten. Jetzt? Ja.

Speaker1:

Sehr schön. Und kommen wir zu deinen Vielleicht hast du da ein der für dich ganz Dir ganz besonders am Herzen liegt, den du mit uns teilen möchtest.

Speaker2:

Ja, das war tatsächlich der Lounge unserer Italy. Das war ja eigentlich wirklich immer so ein Ja, ich als Frau Taschen Schuhe ist immer ein sehr emotionales Thema und das war schon so der Neck Stepp und ich habe da auch wieder, da muss ich wirklich sagen, wahnsinniges Glück gehabt, dass ich an einen ganz tollen Produzenten geraten bin. Auch wieder über Kontakt über Instagram. Sehr schön, was diese App uns wirklich schon oder mir auch alles schon ermöglicht hat. Und da bin ich wirklich wahnsinnig stolz drauf. Und das haben wir während der Pandemie muss man auch mal sagen, gestartet. Wirklich eine kleine Manufaktur Charakter. Aber das ist ja eben auch das tolle Handmade in der Toskana nachhaltig produzierte Schuhe. Also unsere Absätze sind aus 100 % Holz, das muss ich auch immer wieder betonen, das macht keiner sonst. Es gibt ja auch natürlich mittlerweile tolle, viele schöne, nachhaltige Labels. Aber wir haben wirklich bei dem Lena, so heißt er, ein Produkt, was du komplett so nehmen kannst, in die Natur schmeißen kannst und es würde quasi ohne chemische Rückstände sich irgendwann nach Jahren auflösen. Und das ist schon wirklich ein Riesenerfolg Stepp gewesen, auf dem ich auch wirklich stolz bin.

Speaker1:

Toll ist der dann aus Leder. Der Schuh.

Speaker2:

Der ist aus Leder. Ja, aus nachhaltigem Leder natürlich. Also hier sind wir, hier färben wir ohne Chemie. Das ist ja immer das schlimme bei der Leder produktion. Das ist alles pflanzlich gefärbt und eben wie gesagt, die sind auch die Klebstoffe sind Wasser basiert. Also der ganze Schuh ist eigentlich ein Produkt, was man wie gesagt recyceln kann.

Speaker1:

Ja, das finde ich ganz große Klasse, dass da eigentlich einfach nur zersetzt oder äh, genau in den ökologischen Kreislauf sich sich da zurück, ja genau da zurückkommt, weil ich glaube, das ist ja das, was manchmal so ein bisschen missverstanden ist, wenn man dann sagt, okay, ich mache jetzt veganes Leder. Und so weiter und am Ende ist das Plastik und man kann es eben nicht. Es ist nicht abbaubar, da muss man manchmal auch wirklich überlegen Macht das Sinn, macht es wirklich Sinn oder kann man nicht Tiere, die sowieso für andere Zwecke verwendet werden? Kann man da nicht einfach alle Materialien verwenden, die vorhanden sind?

Speaker2:

Also so sieht es aus. Genau. Es ist ein klassisches Upcycling, was wir machen. Also dass genau das die Haut ist. Es ist es ist ein Abfallprodukt aus der Lebensmittelindustrie. Und was wir halt nutzen, um wieder in den Kreislauf geben, das ist, das ist eben das Schöne. Und die Diskussion habe ich auch oft, aber ich bin da ganz straight und sag Nein, also das ist, solange es kein eine gute Alternative gibt und ich weiß, da sind es gibt mittlerweile, also wir sind da schon ganz gut dran, die Forschung, es gibt immer wieder tolle Sachen, wir sind da auch selbst mit unserem Produzent in Italien dran. Der ist. Schaut immer wieder, ob es gute vegane Alternativen gibt. Aber was zu finden, was eben nicht auch in der Herstellung sehr umweltschädlich ist und das sind die aktuellsten veganen Sachen eigentlich noch. Das ist immer so ein bisschen muss man da dann noch mal schauen, wenn das ich weiß, es gibt viele Labels, die da auch schon mit werben, mit tollen veganen Produkten, aber da sollte man sich dann auch noch mal genau informieren, was überhaupt dahinter steht. Aber wie gesagt, wir sind auch da an der Forschung dran und sind offen für alles was kommt. Und ich glaube, wir müssen eher daran arbeiten, weniger Fleisch zu essen, weil das ist das größte Problem, der Fleischkonsum. Wenn der wegfällt, dann brauchen wir auch keinen, haben wir keine, kein Abfall mehr. Also die Leder ist Leder, Haut ist dann nicht mehr da. Gut und dann brauchen wir auch keine Leder Ware vielleicht machen. Aber aktuell ist das einfach. Da gibt es zu viele Fleischesser noch.

Speaker1:

Ja, da bin ich auch bei dir. Wenn man das so ein bisschen gelegentlich essen würde und nicht jeden Tag, dann wäre das schon riesen Impact.

Speaker2:

Riesen Arbeit. Absolut.

Speaker1:

Letzte Frage noch für dich Hast du unseren in der Unternehmensgründung oder auf dem Weg, den du gegangen bist, den du mit auf den Weg geben kannst?

Speaker2:

Ja, also eine Sache hatte ich ja gerade schon Einfach machen. Ich weiß, viele wollen immer erst große Business Pläne und dies und das ja ist auch wichtig. Habe ich ja jetzt auch. Aber vielleicht manche Dinge einfach erst mal starten, so dann auch wirklich seine Vision durchziehen und gar nicht so viel rechts und links gucken. Da wird man gerade auch in der Mode oft wahnsinnig. Es gibt unfassbar viel Wettbewerb, tollen Wettbewerb auch, aber wirklich seine Vision durchziehen. Dann auch, wenn man vielleicht schon ein Team aufgebaut hat, auch ein kleines. Kommunikation ist auch immer wichtig. Das Team ist sowieso wichtig. Alleine schafft man nicht alles. Das ist auch noch mal wichtig. Auch nicht versuchen, alles alleine zu machen. Sich auch vielleicht. Jeder hat ja irgendwie ein Netzwerk. Gucken. Okay, wer kann mir helfen? Wen kann ich hier fragen? Egal ob rechtlicher oder Steuerberater oder man braucht ja so viele Sachen, die man. Das ist einfach. Das gehört alles dazu. Es ist ja dann nicht nur ein tolles Produkt, sondern es sind auch alle anderen Dinge, die anfallen und da einfach auch wirklich sich Experten holen und versuchen das anzunehmen. Und aber auch was. Was ich immer wichtig fand, trotzdem alle Abläufe zu kennen im Unternehmen. Also ich habe ja wirklich alles selbst gemacht, von Anfang an auch natürlich um zu starten. Habe mir natürlich dann schnell auch, auch wenn es Studenten waren, Praktikanten waren Hilfe geholt, aber ich weiß, was es heißt, wenn ich 100 Bestellungen habe, wie lange man dafür braucht. Ja, also man sollte schon seine eigenen, seine eigenen, also alles seine Strukturen kennen, wissen und wie die Abläufe.

Speaker1:

Sind und die Prozesse einfach um auch besser zu können, wo potenzielle Fehlerquellen sein können etc. Alles schon immer ganz gut, wenn man selber ein bisschen hands on ist. Ich bin ja auch so eine, die dann erstmal alles selber macht um um einfach zu verstehen, wie es läuft, bevor ich es delegiere.

Speaker2:

Genau. Genau.

Speaker1:

Genau. Ganz ehrlich, man darf nur nicht dran Also das war schon immer ich.

Speaker2:

Und genau deswegen meine ich. Und dann halt abgeben können, aber schon wissen, wie der Prozess läuft und dann eben abgeben können.

Speaker1:

Super. Vielen Dank, liebe Lena, dass du dir Interview. Ich freue mich auf unser nächstes Wiedersehen und vielen Dank, dass du bei uns dabei warst im Business Podcast für Marken und ihre Macherin. Danke schön.

Speaker2:

Danke dir. Tschüss.