Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen

Wie schafft es Deine Marke in die KaDeWe-Group? Tipps von Kira Kohake, Damen Schuheinkäuferin

July 08, 2022 Kira Kohake, Sibel Brozat Season 2 Episode 47
Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen
Wie schafft es Deine Marke in die KaDeWe-Group? Tipps von Kira Kohake, Damen Schuheinkäuferin
Show Notes Transcript

Kira Kohake, 34 Jahre, blickt auf elf Jahre Erfahrung im Einkauf in der Fashion Branche zurück. Sie startete als Retail Buyer für einzelne Häuser, war im Zentraleinkauf tätig und ist aktuell Damen Schuheinkäuferin bei der KaDeWe Group. Ihr umfangreiches Spektrum reicht von Luxus- bis hin zu klassischen Schuhen in einem Unternehmen, das nie stillsteht und weiterwächst, so sind die Eröffnung von zwei weiteren Stores in Düsseldorf (Herbst 2023) als auch Wien (Herbst 2024) geplant. Dabei spielen die Umbauten in KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger, Neueröffnungen von Flächen, der Aufbau von E-Commerce sowie Liveshopping eine große Rolle in ihrem Job, der weit mehr als Order Termine bei der führenden Department Store Brand ist. Zwischen viel Kreativität und schönen Dingen ist der Blick auf Zahlen, Daten und Fakten mit am wichtigsten.

In der heutigen Episode gibt uns Kira Einblick in ihre Arbeit als Einkäuferin. Dabei geht es um Trenderkennung, Auswahl und Kuratierung von Marken, die unterschiedlichen Zielgruppen der Häuser KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger, die Wichtigkeit von Social Media und dem ersten Eindruck den man als Marke hinterlässt, und vieles Spannende mehr.

Es lohnt sich reinzuhören.

Hier geht's zu den Shownotes

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Sibel Brozat

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Sibel Brozat:

Willkommen im Women in Fashion Germany ihre Macherinnen von mir, Sibel Brozat und mit spannenden Talkshow Gästen. Heute zu Gast Kira Kohake von der KaDeWe Group. Liebe Kira, schön, dass du heute bei uns in der Show bist.

Kira Kohake:

Vielen Dank, dass ich da sein darf. Danke für deine Einladung.

Sibel Brozat:

Liebe Kira. Erzähl doch mal, wer du bist und

Kira Kohake:

Ähm, genau. Mein Name ist Kira. Ich bin 34 Jahre und seit zwei Jahren in der KaDeWe Group als Einkäuferin für den kompletten Damenschuh-Bereich für unsere drei Häuser tätig. Wirklich von den Luxus Brands bis zu den Mittelklasse Marken und bin da für den Einkauf zuständig. Genau.

Sibel Brozat:

Super spannend. Wie wird man den Schuh ein Ist das so ein Traumberuf?

Kira Kohake:

Tatsächlich war Einkäuferin immer ein Das hört sich ein bisschen komisch an, aber es war tatsächlich schon. Nach der Schule wusste ich irgendwie, dass ich was mit Fashion Mode machen möchte und bin dann durch die Ausbildung in den Einkäufer Beruf reingerutscht. Sozusagen. Habe lange bei einem anderen deutschen großen Unternehmen gearbeitet als Einkäufer in der zentralen Käuferin und wollte dann noch mal einen ganz anderen Bereich kennenlernen ein bisschen luxuriöse Marken und andere einfach einen anderen Bereich kennenlernen und bin dann in die KaDeWe Group gekommen und habe natürlich jetzt die schönsten Marken, mit denen ich irgendwie zusammenarbeiten darf.

Sibel Brozat:

Ja, das hast du wirklich, weil im KaDeWe. Ich kann nur für Berlin sprechen, da gibt es ja eine Wahnsinns Schuh Abteilung, auch in allen Preissegment und auch sportlich und auch schick. Dann gibt es ja auch dieses Shop in Shop und alles Mögliche. Magst du da so ein bisschen erzählen, wie ihr das strukturiert habt?

Kira Kohake:

Genau, die Abteilung oder die Schuhe größte mit den meisten Marken und auch mit den meisten Partnern. Wir haben, wie du schon richtig erkannt hast, wir haben Shop in Shop Systeme, wo wir mit den Marken zusammenarbeiten. Das sind unsere Luxus Partner von Jimmy Chu, Gucci, Balenciaga, also wirklich die großen Namen, die wir da auf den Flächen haben. Und dann haben wir unsere Generic Areas, wo wir wirklich andere Marken noch spielen. Bunter Mix von bis Marken Designer Marken wie Jil Sander, Made in Mads, jetzt ganz neu auf der Fläche und auch wirklich, wie du sagst, die Sneaker Brands in Our Audrey und auch tatsächlich für die etwas klassische Kundin, den Kennel und Menga. Höge Also wir decken wirklich von bis ganz luxuriös ab, was glaube ich ein riesengroßer Vorteil ist, was wir im KaDeWe machen können. Unsere anderen beiden Häuser, die Flächen sind ein bisschen kleiner, da müssen wir uns beschränken. Aber das KaDeWe ist schon wirklich die größte Schuh Abteilung, die wir haben.

Sibel Brozat:

Wie, wie kommt da die Auswahl zustande? Wird da eine Strategie festgelegt? Ich meine, ihr wisst ja wahrscheinlich ungefähr, wer eure Käufer sind. Wie machst du das genau?

Kira Kohake:

Wir wissen natürlich, was unsere Kunden sind. Wir haben viel Touristen. Natürlich auch. Deshalb laufen auch die Luxus Brands sehr, sehr gut. Jetzt in den letzten Jahren war es natürlich so durch Corona, dass das so ein bisschen zurückgegangen ist. Das merkt man dann schon. Aber wir wissen, was unsere Kunden sind. Wir schauen auf Trends, schauen, welche Marken brauchen wir auf den Flächen, was ist neu? Natürlich wollen wir auch viel Neues immer auf den Flächen haben, um unsere Kunden so ein bisschen zu überraschen. Und ich glaube auch tatsächlich Heiler sind super, super wichtig auf den Flächen, weil die Kunden natürlich vieles auch schon im Schrank haben und brauchen halt aktuell Highlights. Vor allen Dingen, weil jetzt durch Corona alle sehr, sehr lange zu Hause saßen. Man merkt schon, dass jetzt so ein bisschen alles was geschmückt ist, Highlights, Glitzer, dass die Kundin das jetzt schon eher sucht als den Sneaker.

Sibel Brozat:

Ja, so Metz und Metz ist ja so ein Beispiel Da ist ja Bling All Over. Genau. Und auch Frauen und Freundinnen, die ich kenne, die eigentlich gar nicht so bling sind, legen sich jetzt diese Sachen zu, sind nicht total spannend. Aber wie kommst du auf den Trend? Wie verfolgt ihr die Trends? Weil ich habe mit anderen Podcast Gästen gesprochen, die machen das zum Beispiel auch mit künstlicher Intelligenz. Wie macht ihr das?

Kira Kohake:

Es hat sich so ein bisschen gewandelt. Früher ist man natürlich super viel auf Messen gegangen. Das hat sich auch gewandelt durch diese ganze Cebit Situation, dass man halt nicht mehr reisen konnte. Wir hatten super viele Order oder alle Order Termine dann digital. Das war vorher auch nie so und man musste halt irgendwie schauen, wie kann man sich anders informieren. Natürlich kommen Brands auf einen zu schicken einem Informationsmaterial, aber natürlich ist es schon so, dass sich das gewandelt hat und man wirklich viel über Social Media mitbekommt. Tatsächlich, man sieht es irgendwie bei den Influencern, bei den Stars, Stars und Sternchen. Und dann muss der Kunde das auch auf den Flächen wiederfinden, wenn er das halt auch in Social Media sieht.

Sibel Brozat:

Also heißt es, ihr macht es eher so Hand

Kira Kohake:

Ja klar, wir sind auch noch auf Messen oder Da sieht man auch immer viel, gerade auch was Neues angeht. Aber es ist schon wirklich sehr, sehr viel über Social Media.

Sibel Brozat:

Und was sind da so? Die Leit messen, wo ihr ganz viel.

Kira Kohake:

Es gibt Für den Schulbereich gibt es in September, die kam und natürlich jetzt in Berlin, dass unsere Haus und Hof Messe, die Premium natürlich für die Schule nicht ganz so interessant wie für den Fashion oder Ready to Care Bereich. Aber die beiden Messen sind schon für die Schuhe. Jetzt dann so die, wo wir eigentlich hingehen. Genau. Aber Mailand ist schon eine wichtige Stadt. Genauso wie Paris. Ist schon auch für die Schuhe super, super wichtig.

Sibel Brozat:

Jetzt frage ich mich okay, vier Du guckst in so ein paar Kanäle und Leute bewerben sich bei dir. Wie behält man denn da den Überblick? Kommt denn alles so richtig bei dir an? Ich frag, weil ich kenne das aus eigener Erfahrung in meinem Umfeld, was man da alles tut und welche Kanäle und Wege man alles nutzt, um um überhaupt eure Aufmerksamkeit zu bekommen. Also ich kann von mir selber sagen und von Freunden im Umfeld, was wir dem KTW schon alles zugemüllt haben an Informationen und Präsentationen und Mustern. Und manchmal bekommt man da nicht mal eine Antwort. Nicht nur von euch, auch von anderen nicht, weil ich vermute, dass da so viel ankommt, dass man sich gar nicht um alles kümmern kann. Und wie wählt man dann da aus? Kannst du uns da so ein bisschen Einblick geben, uns Kleinen merken, was wir da besser machen können?

Kira Kohake:

Vielleicht auch? Ich glaube, bester Tipp ist Brand stehen und das auch so wirklich in der. Ich meine, die meisten Marken schreiben als erstes vielleicht eine Email mit einem Laientheater tippen. Logo. Ich glaube, das Logo muss super überzeugend sein. Es muss wirklich knallen, man muss es anschauen und ja, irgendwie überzeugt sein. Aber es ist schon so, dass super, super viel kommt und man teilweise natürlich im Alltag oder im Berufsalltag dann oder auch gerade in der oder Phase gar nicht so viel Zeit hat, das alles anzuschauen. Deshalb die erste Mail oder der erste Kontakt muss wirklich auf den Punkt sein. Ja, so ein bisschen wie der erste Blick oder der erste Blick zählt. Und wenn man dann überzeugt ist und auch wirklich dranbleibt als Marke, dann kommen wir auch mit den Marken in Kontakt. Also es muss wirklich was Spezielles sein, was wir halt noch nicht auf den Flächen haben, weil wir brauchen nicht die siebte Sneaker Marke, die aussieht wie alle anderen und da müssen die Marken dann halt tatsächlich dran bleiben. Ist es hart?

Sibel Brozat:

Also ich hatte mir da immer so Sorgen schon so auf den Keks geht, dass die einen dann gar nicht, erst recht gar nicht mehr wollen.

Kira Kohake:

Das ist aber wirklich nicht so, wir freuen alles, was wir irgendwie bekommen, für Inspiration. Das bringt ja einen auch nur weiter. Also das ist nicht so, ich würde auch immer sagen Dranbleiben. Das ist halt das Allerwichtigste. Und wir freuen uns wirklich über jede Marke, die irgendwie gerne mit dem KTW zusammenarbeiten möchte. Das ist ja auch für uns auf der anderen Seite ein positives Feedback für unser Haus.

Sibel Brozat:

Also wenn ich dich richtig verstehe, dann ist überzeugen, die Präsentation muss gut sein und man kann durchaus erst mal eine Email schreiben und dann einfach weiß nicht alle drei Tage nachfragen.

Kira Kohake:

Vielleicht genau. Auf jeden Fall wichtig. Wie gesagt dranbleiben und äh, klar, einige sind dann auch wirklich sehr dran. Das wird dann auch ein bisschen zu viel. Aber es ist wirklich das Produkt muss halt einfach überzeugen. Das ist halt einfach so, weil letztendlich steht es auf unseren Flächen dann, es muss cool auf den Flächen aussehen, der Kunde muss es mögen und das ist halt einfach das Wichtigste.

Sibel Brozat:

Und wir haben uns vorhin offline auch drüber informierst. Kannst du das auch noch mal ein bisschen erzählen? Also früher war es ja so, dann ist man neben dem Liquid oder dem eBook, was zugeschickt wurde, ja auch so auf die Webseite gegangen. Wie sind die Wege da jetzt tatsächlich?

Kira Kohake:

Wie gerade schon gesagt hat, ist es schon Man schaut sich, wenn eine Marke was schickt, wo man denkt Oh ja, das könnte irgendwie passen, das brauchen wir, was weiß ich, ein cooles Sandalen Brand. Jetzt hatten wir schon gemerkt, dass alles, was so geschmückt ist, super gut angekommen ist. Wenn einem da noch was fehlt, dann guckt man sich das dann schon genauer an und tatsächlich, mein erster Stepp ist dann bei Instagram auf deren Seite zu gehen, zu schauen, wie ist irgendwie die Bildsprache? Kommt es cool rüber, weil letztendlich am Ende des Tages ist ja auch die Kundin so informiert, dass sie es sich auch anschaut. Und wenn das irgendwie überzeugt, glaube ich, ist das schon ein ganz, ganz guter Weg und man schaut auch, wie viel Follower sind da tatsächlich irgendwie ist die hat die Marke schon so ein bisschen Bekanntheitsgrad, weil wenn dann 500 Follower da sind, klar, es ist immer ansteigend, aber wenn die Marke wirklich ganz am Anfang ist, dann muss es schon irgendwie knallen das es dann auch bei uns auf den Flächen gut ankommt.

Sibel Brozat:

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Kira Kohake:

Ich weiß gar nicht, ob ich zu alt bin für.

Sibel Brozat:

Tick Talk, aber ich mein, so alt bin.

Kira Kohake:

Ich jetzt noch gar nicht. Aber das ist irgendwie bei mir noch nicht so angekommen. Das wird mehr. Man kriegt das schon mit. Aber ich bin tatsächlich noch eher bei Instagram unterwegs.

Sibel Brozat:

Hast du auch noch von neben Ticktack und Kanälen gehört, die vielleicht für andere relevant sind? Gibt es da noch irgendwas?

Kira Kohake:

Und ihr fragt nicht?

Sibel Brozat:

Also das ist mir.

Kira Kohake:

Jetzt nicht bekannt. Also klar, wir werden angeschrieben in Xing und so, klar das auch. Aber das ist dann wirklich, das sind wenige Marken, die einen über die Kanäle anschreiben.

Sibel Brozat:

Also dein Tipp wäre, wenn ich dich richtig Social Media pflegen. Was können wir noch mit auf den Weg geben?

Kira Kohake:

Ich glaube, was echt wichtig ist, ist eine Also das die das Shooting, was auch immer man macht als Präsentation oder dass das wirklich schön hochwertig und gut rüberkommt. Das ist glaube ich extrem wichtig, weil auch die oder bzw das Material benutzen wir dann ja auch für unsere Social Media Kanäle vielleicht wieder, um die Brand dann zu pushen. Das ist natürlich für uns auch immer einfacher, wenn du gutes Fotomaterial da ist und wir nicht dann noch ins Shooting gehen müssen, sondern ich glaube wirklich Bildmaterial Fotomaterial ist super superwichtig.

Sibel Brozat:

Kannst du uns ein bisschen Einblick geben, Job sind? Also so in dem Sinne. Das machen wirklich viele falsch oder machen mir meinen Job schwieriger, oder? Keine Ahnung. Vielleicht Negativbeispiele auch geben, wie es auf keinen Fall laufen soll. Wo? Was etwas, was sich wiederholt und regelmäßig vorkommt.

Kira Kohake:

Ich glaube, das Wichtigste oder das wirklich, die Kunden auf den Flächen zu kennen. Also welche Kunden ist bei uns wirklich in den Häusern? Und dann das auch zu oder den Einkauf auch darauf zu spiegeln. Es geht natürlich nicht nur darum, was finde ich schön, welche Marken finde ich cool? Klar, jeder Einkäufer bringt, glaube ich, so ein bisschen seinen eigenen Geschmack auch mit auf die Fläche. Der eine mehr, der andere weniger. Aber es ist schon dann die Aufgabe, sich in den Kunden hineinzudenken. Jetzt, glaube ich, ist es für den einen auch wieder schwieriger als für den anderen. Aber wir müssen natürlich auch von bis wie gerade schon gesagt abdecken. Und ich bin jetzt glaube ich auch nicht die klassische Kundin. Man muss dann wirklich auf die Zahlen schauen und gucken, was haben wir wirklich gut verkauft. Das brauchen wir auch wieder. Dann vielleicht für die nächste Saison. Und auf der anderen Seite ist es aber auch wirklich das Verrückte, das Schöne Die neuen Brands, die wir brauchen, das ist wirklich von Biss. Und man muss dann auch irgendwie seinen eigenen Geschmack so ein bisschen ausstellen. Tatsächlich. Aber so ein bisschen Handschrift ist tatsächlich, das sieht man immer auf den Flächen von den einzelnen Einkäufern.

Sibel Brozat:

Ja, da. Da sagst du was. Da fällt mir jetzt gerade. Da frag ich mich gerade. Vielleicht kannst du uns da auch ein bisschen Einblick geben. Ihr habt ja jetzt drei Häuser, zwei kommen noch dazu. Und über Hollinger und Alster Haus hat bestimmt ganz andere Kundinnen als KaDeWe. Wie ist das? Magst du uns mal erzählen, wie der Durchschnittsdeutsche sich da unterscheidet? Bei Schuhen?

Kira Kohake:

Tatsächlich ist das genauso wie du sagst. Das hätte ich als ich in die KTW Gruppe gekommen bin auch nicht gedacht, dass es wirklich so unterschiedlich ist. Aber es ist halt auch wirklich der Norden, der Süden und halt jetzt so ein bisschen Berlin, der Osten sind wirklich verschieden. Also man merkt schon, in Hamburg zum Beispiel ist ein doofes Klischee, aber es sind wirklich größere Größen, die wir da bei den Schuhen verkaufen. Wir brauchen da tatsächlich auch 41 42 was, die Frauen sind dort einfach größer oder haben größere Füße. Das hätte man ehrlich gesagt auch nicht so gedacht. Dann haben wir zum Beispiel in München, wenn wir jetzt über die Großen sprechen, viele Touristen, asiatische Touristen, die dann vielleicht eine kleinere Größe brauchen. Wir brauchen da vielleicht mehr 36 und so was und auch der Stil in den Städten ist ja komplett anders. Also Berlin ist eh outstanding würde ich sagen, da kann man alles machen. Gerade die Berliner sind ja sehr, sehr offen. Was das angeht, haben wir schon so ein bisschen klassischer und München ist dann schon so ein bisschen angezogener und schicker. Also es ist wirklich so ein bisschen Klischee, würde ich sagen.

Sibel Brozat:

Und die zwei neuen Häuser, wo werden die

Kira Kohake:

Genau. Wir eröffnen nächstes Jahr im Herbst Das alte Karsch Haus sozusagen wird unser neues Haus. Und dann da drauf das Jahr in Wien tatsächlich einen neuen Laden.

Sibel Brozat:

Ist schön und da bin ich gespannt. Hast du da schon Ideen, wie sich die der Style und die Schuhgröße vielleicht abgrenzen werden von den anderen Standpunkten? Hast du da schon eine Vorstellung?

Kira Kohake:

Ich glaube tatsächlich, dass die beiden Düsseldorf ist ja schon wirklich sehr, sehr gut aufgestellt. Wir haben dort die Königsallee zum Beispiel mit sehr luxuriösen Brands und das Chaos ist ja auch noch mal wirklich ein traditionelles Haus. Ich glaube, die Düsseldorferin, ich habe auch lange in Düsseldorf gelebt ist so ein bisschen vielleicht mit der Münchnerin zu vergleichen. Also wir schauen schon, dass wir dort ein sehr gehobenes Sortiment haben. Sehr luxuriös auch spezielle Marken natürlich, die wir vielleicht dann auch in den anderen Stores noch nicht haben. Und Wien ist, glaube ich, noch mal was ganz Neues. Weil so richtig großen Departments gibt es dort ja noch gar nicht. Deshalb ist das noch mal wirklich ein ganz, ganz spannendes Projekt.

Sibel Brozat:

Und da bin ich auch sehr gespannt. Wien ist eine Reise wert. Wenn ich mal dort bin, gucke ich vorbei. Wann wird es denn soweit sein mit den zwei neuen Läden?

Kira Kohake:

Genau. Düsseldorf ist im Oktober 23 und Wien

Sibel Brozat:

Das sind spannende Projekte. Aber wie unsere Zuhörerinnen und Zuhörer jetzt daraus vielleicht auch so ein bisschen erkennen, ist immer wichtig, wenn man eine Brand aufbaut. Auch die Zielgruppe vor Augen zu haben, zu verstehen, wer ist mein Kunde? Wer ist mein Ziel? Kunde Ich sehe so oft ganz, ganz tolle, kreative Menschen, die ganz schöne Sachen machen, aber so gar nicht über ihre Zielgruppe nachdenken. Passiert dir das auch öfter, dass so was ankommt oder ist das dann schon?

Kira Kohake:

Ich glaube ja, es gibt Definierte, es gibt es Ich glaube tatsächlich, einige Brands verlaufen sich dann so ein bisschen. Sie müssen wirklich am Anfang wahrscheinlich auch. Wenn man sich den Gedanken macht, ich möchte eine Brand machen, muss man sich wirklich überlegen, was ist die Zielgruppe und nicht von allem alles machen. Ich glaube, man muss so ein bisschen hinter der Brand oder hinter seiner Brand dann auch stehen, weil das merken wir dann auch als Einkäufer, wenn die eine Brand alles machen will. Das funktioniert nicht, weil wir haben schon viel auf den Flächen, das muss dann wirklich speziell sein und man muss die Zielgruppe kennen.

Sibel Brozat:

Kommen wir zu dir Was war denn jetzt für dich Herausforderung, mit der du vielleicht so gar nicht gerechnet hast? Und wie bist du damit umgegangen? Vielleicht auch in deinem aktuellen Job?

Kira Kohake:

Ich glaube tatsächlich, es gibt viele wird. Jeder Tag ist irgendwie anders. Tatsächlich sagt man immer Aber es ist wirklich so, weil es gibt so viele verschiedene Phasen irgendwie in der in dem ganzen Job, man hat die Order Phase, dann hat man Phasen, wo es ruhiger ist, wo man keine Order Termine hat. Man ist dann so ein bisschen mehr auch im Verkauf auf den Verkaufsflächen, schaut sich die Flächen an, wie es dort die Ware präsentiert wird. Und ich glaube, die größte Herausforderung ist wirklich so der Ja, das alles miteinander zu kombinieren, auch die Mitarbeiter irgendwie abzuholen über die neuen Marken, weil ganz viele Ja wissen ja auch, sind nicht ganz so informiert natürlich wie wir als Einkäufer. Und da wirklich alle abzuholen, ist es schon noch mal eine große Aufgabe. Auf jeden.

Sibel Brozat:

Fall. Machst du das oder machst du das auch Manchmal ist vielleicht auch ganz interessant.

Kira Kohake:

Genau. Wir machen das in Kooperation mit den Wir vereinbaren, gerade wenn wir neue Marken haben, Trainings auf den Flächen, für die Mitarbeiter, für die Verkaufs mitarbeiter. Natürlich auch bei uns intern mit dem VM Team, dann mit Marketing, dass wir da noch mal pushen über Social Media, dass die Brands so bekannt werden. Also man muss tatsächlich alle einmal abholen, um die neuen Trends und Themen nach draußen zu tragen.

Sibel Brozat:

Und was war in deiner Karriere so für dich drüber warst? So persönlich?

Kira Kohake:

Ich glaube tatsächlich, das Beste ist neue Brand hat, ausprobiert, wo man hinter steht und dann wirklich die ersten Verkäufe sieht und auch die Mitarbeiter dahinter steht. Und das ist auch super finden. Das freut einen dann schon irgendwie, auch wenn es dann auf der Fläche ist und man die neue Ware sieht. Hört sich immer so ein bisschen simpel an, aber man sieht es ja alles immer ein halbes Jahr vorher eigentlich oder sogar noch länger tatsächlich. Und wenn es dann auf der Fläche ist, das freut einen dann schon.

Sibel Brozat:

Hast du nicht auch Freundinnen, die sagen Oh, Du bist ja hier. Voll der Trends. Gut.

Kira Kohake:

Ja, das passiert schon. Ja, ich weiß auch teilweise so ein paar Größen oder die dann auf jeden Fall vielleicht doppelt gekauft werden müssen, weil er, der oder die dann schon gerne da einen besonderen Schuh haben möchte.

Sibel Brozat:

Okay, ich bleibe an dir dran. Du warst an mir dran.

Kira Kohake:

Ja.

Sibel Brozat:

Okay. Letzte Frage. Kannst du noch einen abschließenden Tipp? Wir haben ja jetzt ganz viele Tipps schon mitgenommen. Aber hast du noch einen abschließenden Tipp für unsere Hörer und Hörerinnen, den du so mit beim Gründen der Marke auf den Weg geben kannst?

Kira Kohake:

Äh, ich glaube, das Wichtigste ist wirklich überzeugt zu sein und auch vielleicht, wenn es schwierig wird, nicht aufzugeben. Weil ich glaube, man steckt so viel Energie darein, etwas zu gründen. Und das Wichtige ist einfach nicht aufgeben, auch wenn es vielleicht dann nicht so super am Anfang läuft. Ich glaube, es braucht einfach, bis die Marke bekannt ist, bis die Kundinnen dahinter stehen. Und ich glaube einfach, man darf nicht aufgeben, sondern muss sich auch von Niederschlägen oder Herausforderungen einfach nur angespornt fühlen.

Sibel Brozat:

Einmal mehr aufstehen als man hat, würde ich Ja, super, liebe Kera, vielen Dank für das Gespräch. Und dass du dir die Zeit genommen hast, hat Spaß gemacht und ich werde wirklich dranbleiben. Danke dir.