Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen

Florian Steinmaier, GM, The Charles Hotel München / Rocco Forte Hotels - Wie geht Lifestyle-Hotellerie?

July 22, 2022 Florian Steinmaier, Sibel Brozat Season 2 Episode 49
Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen
Florian Steinmaier, GM, The Charles Hotel München / Rocco Forte Hotels - Wie geht Lifestyle-Hotellerie?
Show Notes Transcript

Florian Steinmaier ist seit Mai 2022 General Manager im The Charles Hotel in München. Die Rocco Forte Hotels sind Florian bereits bestens bekannt: Zuletzt bekleidete er, seit Januar 2020, die Rolle des General Managers in der Frankfurter Villa Kennedy. Im Laufe seiner Karriere absolvierte er weitere Stationen an namhaften Adressen, wie dem Steigenberger Frankfurter Hof, dem Vier Jahreszeiten Kempinski in München und dem Roomers Hotel – ebenfalls in München. Seine Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Hotelfachmann im Mandarin Oriental München. Danach ging es für Florian Steinmaier nach London in das Schwesterhotel Mandarin Oriental Hyde Park, wo ihm schließlich die Leitung des Restaurants „The Park“ oblag. Es folgte ein Studium auf der Schweizer Hotelfachschule Les Roches School of International Hotel Management, welches er 2009 mit dem Bachelor mit Auszeichnung abschloss. 

In der heutigen Episode sprechen wir u. a. darüber, was die Rocco Forte Group so besonders macht, und über den Unterschied zwischen 5* Grand Hotels und 5* Lifestyle Hotels wie die Häuser der Rocco Forte Group. Außerdem geht es um Markenbildung, Leadership, Mitarbeitermotivation, die Herausforderungen in Florian's Aufgabengebiet, und vieles Spannende mehr. 

Es lohnt sich reinzuhören.

Hier geht's zu den Shownotes

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Sibel Brozat

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Sibel Brozat:

Willkommen im Women in Fashion Germany ihre Macherinnen. Von mir, Sibel Brozat, und mit spannenden Talkshow Gästen. Heute zu Gast Florian Steinmeier vom The Charles Hotel in München. Lieber Florian, schön, dass du heute bei uns in der Show bist.

Florian Steinmaier:

Ja Sibel, vielen Dank. Freue mich sehr, dabei sein zu dürfen. Mein erster Podcast und den bei strahlend blauem Himmel hier in München aufzunehmen, freue ich mich sehr.

Sibel Brozat:

Und es freut und ehrt mich natürlich sehr, zum allerersten Mal dabei bist. Das ist der Wahnsinn. Magst du unseren Hörerinnen und Hörern erzählen bitte, wer du bist und was du machst?

Florian Steinmaier:

Genau vorgestellt hast du mich schon. Florian Steinmeier. Bin seit 1. Mai 2022 offiziell hier Hoteldirektor im Charles hier in München. War zuvor in der Villa Kennedy in Frankfurt. Also ich bin bei der Company geblieben, transferiert, habe meine Karriere in München. Angefangen ist das dritte Mal, dass ich nach München ziehe und habe meine Ausbildung damals im Hotel Mandarin Oriental gemacht, bin mit Mandarin, dann weiter nach London. Ich war fünf Jahre dort im Hyde Park Hotel, wo ich meine Frau kennengelernt habe, meine damalige Freundin mit ihr zusammen, dann über die Schweiz nach Frankfurt und dann das erste Mal von Frankfurt wieder nach München. War Gast und Gastronomie Direktor im Mandarin Oriental. Habe damals Nobu hierher gebracht, in die Stadt, bin als Gast und Direktor dann weitergezogen ins Vier Jahreszeiten der Maximilianstraße, wo ich fünf Jahre lang tätig sein durfte, den Bankenbereich umgebaut, neues Restaurant Konzepte entwickelt, mit dem schwarzen Reiter bis zum Stern geführt und dann war irgendwie so ein Moment, wo ich dachte, wenn ich mal was ganz anderes machen, eine andere Art Hotellerie kennenlernen, weil das doch sehr klassische Grand Hotellerie war, sozusagen bis zu dem Zeitpunkt, und hat dann die Möglichkeit bekommen, als Hotelmanager das Rooms Hotel hier in München zu eröffnen. Ein ganz anderes Lifestyle Konzept, auch sehr gastronomie lastig. Tolles Bar Konzept, auch mit Isak, einem Trend Japaner, den wir da mit ins Boot nehmen konnten. Das zu eröffnen hat super viel Spaß gemacht. Auch Hotel Opening war immer mal was wo ich sagte, das will ich mal erleben und diese Energie aufzuschnappen. Und dann kam eben die Möglichkeit, dann tatsächlich im Januar 2020 die Villa Kennedy als Hoteldirektor zu übernehmen. Und genau das habe ich dann zwei Jahre gemacht. Hatte nach dem Opening in München im Room dann das Closing der Villa Kennedy eine ganz andere Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Und ja, jetzt bin ich hier in München und freue mich sehr, hier sein zu dürfen in einem Flaggschiff der Oxford Hotels.

Sibel Brozat:

Also habe ich gleich ganz, ganz viele Fragen. Ich fange mal von vorne an, ja? Bist du Münchner?

Florian Steinmaier:

Nein, ich komme ursprünglich aus Viernheim, südlichste Stadt Hessens. Das schon, aber da komme ich ursprünglich.

Sibel Brozat:

Her, weil dann viele Karriere Steps in schon richtig gut auskennst und richtig gut vernetzt bist. Du warst ja in den besten Häusern überhaupt hier unterwegs. Wahnsinn, kennt ihr. Kennen wahrscheinlich alle, oder viele auf jeden Fall, die München kennen, kennen die ganzen Häuser. Und jetzt hast du gesagt, du möchtest mal eine Hotellerie der anderen Art kennenlernen. Deswegen bist du ins Rocco Forte gekommen oder in die Rocco Forte Group gekommen. Was macht diese Gruppe so besonders und die Häuser so besonders?

Florian Steinmaier:

Was mir sehr, sehr wichtig war, tatsächlich ein Familienunternehmen wieder erfahren zu dürfen. Denn wenn du Gruppen Hotellerie vergleichst und Familienunternehmen, dann hast du in Familienunternehmen einfach einen anderen Ansatz. Familienunternehmen, denke ich, denkt nicht quartalsweise, sondern denkt langfristig. Mit Kroko und seiner Familie haben wir einen sehr als Direktoren sehr, sehr engen Austausch. Wir telefonieren wöchentlich mit manchen der Kinder, jeweils projektbezogen. Mit Lydia bin ich derzeit die älteste Tochter, die sich für die Kulinarik verantwortlich zeichnet. In der Gruppe, im täglichem Austausch, weil wir hier eben auch was planen in München. Und das macht schon besonders. Man hat nicht den Druck, immer sofort innerhalb von vier, fünf Wochen relevant zu müssen, wie das vielleicht bei anderen Gruppen ist, sondern zu sagen Schau her, wir haben eine Vision, wir möchten für unsere Gäste da sein und der Fokus auf Service und die Mittel da bereitzustellen. Das ist ein anderer Ansatz, der mir persönlich aber sehr liegt und viele Freiheiten gibt.

Sibel Brozat:

Verstehe und sagt Rocco Forte. Also der Name, ich dachte, der sei italienisch, Sir, deutet auf England hin. Vielleicht magst du so ein bisschen über die Familie und die Wurzeln erzählen.

Florian Steinmaier:

Gerne, sehr gerne. Wenn du von den Wurzeln eine kleine, ein kleines Dorf gibt und vorne, wo die Familie ihren Ursprung hat. De facto ist es aber so, dass die uhr, die die Großeltern von Sergio ausgewandert sind, das heißt, wir sind jetzt in der vierten Generation. Wir bezeichnen uns quasi als Anglo Italian, der Vater von. Soko Lord Ford hat das Business quasi gestartet. War so der genannte King of Regent Street. Hatte dort ganz viele Geschäfte, viele Restaurants und Hotels. Daneben danach. Der Firmensitz ist in London. Die Familie hat beide Pässe und spricht alle beide Sprachen fließend und reist auch regelmäßig nach Italien.

Sibel Brozat:

Ja, genau. Und dann heißt er ja noch Sir Was hat es denn damit auf sich?

Florian Steinmaier:

Ja, Sir. Rocco wurde von der Queen geadelt, Tourismusbranche in UK. Sarko ist gefühlt jede Woche dort in der Zeitung, wird zu allem befragt, wenn es um das Thema Reisen geht und der dritte Generation.

Sibel Brozat:

Und wie viel Häuser gibt es jetzt? Drucke Vater Häuser, so in Deutschland und weltweit. Weißt du das?

Florian Steinmaier:

Wir sind derzeit bei 14 Hotels. In Deutschland haben wir ein ganz tolles Hotel in Berlin. Hotel de Rome am Bebelplatz, tolles tolles Produkt und eben hier das The Charles ganz neu dazugekommen ist die Wiederkehr und in Palermo ich selbst mal nicht. Da hatte aber jetzt gerade gestern die Möglichkeit, mit dem Stammgast zu sprechen, der klar geschwärmt hat, weil er das erste Mal dort war. Und eine tolle Bereicherung für die Gruppe.

Sibel Brozat:

Sehr schön. Jetzt bist du ja neu hier in bestimmt einiges vorgenommen. Was möchtest du hier etablieren? Umsetzen, verändern? Beibehalten? Bin ganz gespannt.

Florian Steinmaier:

Ja, gerne. Also für mich ist es tatsächlich München. Ich habe hier ganz, ganz viele Kolleginnen und Kollegen, die ich aus vorangegangenen Stationen kenne und das fühlt sich sehr, sehr gut an, so dass das Setting in sehr, sehr schnell ging und ich eigentlich schon direkt angreifen kann. Wir haben mit Irene Ford ist die jüngste Tochter der Familie, die sich um den Bereich Wellness kümmert. Die hat die Zeit genutzt, in den letzten zwei Jahren ihre eigene Skin Care Serie noch weiter auszubauen. Wir konnten ihre Produkte jetzt hier bei Ludwig Beck in der Innenstadt platzieren, einer der besten Retailer hier in der Stadt, und werden in diesem Zuge auch entsprechend die Behandlungen, die wir im Spa anbieten, sukzessive weiter ausbauen. Auf Irene Forte Produkte anpassen. Das heißt der Wunsch ist schon da. Den Spa Bereich, der einfach hier toll ist. Eine Oase in der Innenstadt. 800 Quadratmeter tolle Behandlungsräume, aber da ein bisschen mehr der sizilianische Flair reinzubringen. Das ist ein Punkt, den wir, den wir derzeit angehen, tolle erste Entwürfe haben, wie wir die Behandlungsräume umbauen. Da wird richtig viel passieren.

Sibel Brozat:

Ja, kann man da auch als Gast, also in der Als Gast?

Florian Steinmaier:

Genau. Unbedingt. Unbedingt. Also davon lebt unser Spa hat eine ganz tolle Reputation. Wir haben sehr, sehr viele treue Stammgäste und Stammgäste, die hier aus der umgebenden Nachbarschaft zu uns kommen und sich einfach mal eine, ja eine kleine Auszeit gönnen aus dem Alltag für mich. Ihr Spa Bereich ist immer so der ultimative Luxus, wo man mal wirklich was bewusst für sich selbst macht und wir was sensibel bist. Du bist ja auch sehr sehr viel unterwegs. Wir machen ganz viel für andere und schauen und hier noch und da gehen wir noch hin und die Abendveranstaltungen. Und ganz, ganz selten machen wir wirklich mal eine Auszeit für uns selbst und gönnen uns. Und wenn es nur eine Stunde ist, aber die mal bewusst für uns. Und das ist so das für mich der ultimative Luxus auch so bar Behandlung.

Sibel Brozat:

Auf jeden Fall. Und da ist man in Deutschland sprechen, ich vergesse das fast, dass es ja da noch die Hotels gibt mit ihren tollen Spa Bereichen. Und es ist ja ganz toll, wenn die Hotels sich eben auch öffnen für die Anwohner, da haben beide was davon.

Florian Steinmaier:

Eigentlich ja doch und das ist schon wichtig. Ein weiter Bereich gibt es vorhin schon mal ganz kurz angesprochen ist die Kulinarik. Also Gastronomie war. Wir haben mit der Sarah eine ganz tolle Barkeeperin, die während Corona die Zeit genutzt hat, ein ihr erstes Cocktail Buch zu schreiben. Und zwar hat sie sich beschäftigt. Zum einen mit alkoholfreien Getränken, was nach wie vor in vielen Hotel Bars sehr rudimentär ist. Da gibt es dann eine Saft Schorle oder irgendwie wir lassen mal irgendeinen Alkohol weg, aber sie hat sich da wirklich ganz ganz tolle Rezepte ausgedacht und auch das Thema vegane Cocktails und das ist ein tolles Kochbuch Cocktail Buch geworden. Und da haben wir erste Sachen eingeführt und möchten diese Schiene aber auch weiter durchziehen.

Sibel Brozat:

Ist es denn so im zumindest in Deutschland in Stimmt man sich da ab oder hat da wirklich jedes Haus so ein individuelles Konzept?

Florian Steinmaier:

De facto ist es so, dass jedes Haus ein Nachfrage nach eigenen Standpunkten und Standorten unterschiedlich ist. Wir haben in Berlin eine ganz, ganz tolle Dachterrasse.

Sibel Brozat:

Ja, die kennt man natürlich.

Florian Steinmaier:

Die wirklich wunderbar ist. Und wenn du so eine Terrasse hast, dann hast du immer weite Wege zur Küche. Dann musst du natürlich gucken. Wie Was kann ich meinem Gast anbieten, dass es qualitativ hochwertig am Tisch ankommt? Und dann muss man da eben darauf bauen. Bei uns ist Terrasse direkt angeschlossen ans Restaurant mit Blick direkt hier über den Botanischen Garten mit einem viel kürzeren Laufweg zur Küche. Dementsprechend können wir da ein anderes kulinarisches Angebot anbieten.

Sibel Brozat:

Ja, ist interessant. Da denkt man so gar Logistik dahinter steckt und dass man sich ja auch an die Gegebenheiten anpassen muss, das entsprechende Personal haben muss. Leadership ist ein Thema und die General Manager in Haus und wahrscheinlich auch ihren eigenen Führungsstil. Magst du da bei dir was dazu sagen? Wie es zu Dein Führungsstil.

Florian Steinmaier:

Gerne mein Führungsstil. Ich sehe mich so ein bisschen als Coach und Mentor. Ich glaube, wichtig ist, dass man, dass man für Kollegen und Kolleginnen ansprechbar ist. Mir ist es ganz, ganz wichtig, nicht nur im Büro zu sitzen, sondern mein Hauptaugenmerk liegt darauf, mich die Kollegen mindestens zwei Mal am Tag zu sehen. Ich mache meine Rundgänge morgens für Frühdienst und dann auch mittags für den entsprechenden Spätdienst. Ich gucke die Kollegen gerne an, schaue gerne in die Augen, weil da sehe ich ganz, ganz viel. Ist jemand traurig, ist er gut drauf, ist er gesund, ist er krank, genervt? Man kann ganz viel sehen und das ist mir ganz, ganz wichtig, eben auch anfassbar zu sein und nicht unnahbar vor allem und nicht zu sein. Das sitzt an einem goldenen Thron in unserem Office und hat einmal in der Woche Sprechstunde. Das ist nicht mein Führungsstil.

Sibel Brozat:

Ja, das ist klingt ganz modern und auch Team mäßig gemeinsam an Zielen arbeiten. Ich kann mir vorstellen, dass ihr da ein tolles Team habt. Also ich spüre das immer, wenn ich im Haus bin, dass die Kollegen alle so toll miteinander umgehen. Es ist ja oft so, auch unausgesprochen, wenn man Gast in einem Haus ist, dass man merkt, ob die Kollegen untereinander eine gute Stimmung haben oder nicht. So eine gute Stimmung. Und ich finde, bei euch ist sie ausgesprochen gut und die Leute arbeiten gern hier. Das merkt man also da weiß nicht, ob das vorher so war. Ich war vorher gar nicht so oft da, aber da hast du bestimmt schon was bewirkt.

Florian Steinmaier:

Das ist Liebe. Das ist schön, dass es dir Ich glaube, das ist. Das ist das, was Hotels für mich immer so interessant gemacht haben. Auf der einen Seite sage ich immer Wir sind im Happy Business und wir reden viel über Energie. Und für mich ist es wichtig, dass wenn ein Gast in das Hotel reinkommt. Spürt, dass er in einer Welt angekommen ist, wo er positive Energie aufsaugen kann. Das ist ganz, ganz wichtig. Das heißt, du möchtest als Gast keine Gäste, keine Mitarbeiter sehen, die gestresst wirken oder gestresst sind, weil das passt nicht in das Umfeld eines Fünf Sterne Hotels. Die Erwartungshaltung ist gefühlt, dass hier immer gute Laune ist und das ist, das ist der Anspruch und das geht nur. Natürlich haben wir auch schwierige Tage. Natürlich hast du auch mal einen Gast, der herausfordernd ist. Aber die Kunst ist es, die Mitarbeiter so gut an die Hand zu nehmen, dass sie mit diesen schwierigen Situationen positiv umgehen können. Im richtigen Moment auch einfach mal von der Bildschirm Fläche verschwinden, nach hinten gehen, im Park mal durchatmen, sich wieder auftanken, damit sie wieder nach vorne scheinen können.

Sibel Brozat:

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Florian Steinmaier:

Bist du hier und komm zu mir. Und das ist ganz, ganz wichtig. Also diese empathische Fähigkeit, das versuchen wir in Rollenspielen, aber auch einfach im Gespräch Mitarbeiter mitzugeben. Wie würdest du dich fühlen, wenn du jetzt gerade sechs Stunden Flug Verspätung hast, kommst an dein Gepäck, ist nicht da, bist eigentlich nur genervt. Und dann ist die erste Frage in vielen Hotels wie Ware Anreise? Also wir legen da ganz großen Wert drauf, dass wir diese Fragen nicht stellen, weil was soll ich die jetzt stellen, wenn ich eigentlich schon weiß, du hast gesagt, du

kommst um 16:00 und jetzt ist es 21:

00. Dass das nicht gut gewesen sein kann, ist sonnenklar. Aber da einfach dem, wie du sagst, dem Gast das Gefühl geben Schau her, lass deine Probleme, bei mir liegt die hier ab, wir kümmern uns. Und das ist auch das, warum Gäste sich für ein fünf Sterne Hotel entscheiden. Denn das ist nur der Service, über den wir uns noch auszeichnen können. Es gibt viele Produkte, die nachgezogen haben, wenn du darüber nachdenkst in den Hotels. Irgendwann ging das los mit solchen Kaffeemaschinen im Zimmer. Das findest du inzwischen in jedem Budget Hotel. Das ist kein Unterschied mehr, aber es ist dieser Service. Es sind eben diese Momente im Austausch mit Menschen, die einen Unterschied machen.

Sibel Brozat:

Ja, das sagst du. Was das tatsächliche höher die Erwartungshaltung. Und ihr habt ja auch wahnsinnig tolle Zimmer, die sind, wenn ich richtig gelesen habe, mindestens 40 Quadratmeter groß. Also ich muss sagen, es ist ein wahnsinns Zimmer hier. Jetzt hast du mir aber im Vorgespräch erzählt, dass du da was ändern möchtest und eine gewisse Weiblichkeit reinbringen möchtest.

Florian Steinmaier:

Ja, ich glaube, da ist es ganz, ganz wichtig, schauen Was machen wir heute richtig? Oder Was hätten wir richtiger machen können? Wir haben heute ein Gebäude hier, was vor 15 Jahren gebaut wurde, wo ich scherzhaft immer sage Du merkst, da war wahrscheinlich nur ein männliches Architekten Team am Start und davon möchten wir weg. Ich möchte da keine Klischees bedienen. Zu sagen haben wir genug Steckdosen für das Essen im Bad, ist die Beleuchtung gut genug, dass man sich schminken kann? Nein. Es geht vielmehr auch um die Auswahl von Farben, von Stoffen, die auch zu einer Energie in dem Raum beitragen. Und da können und wollen wir besser werden. Wir haben das große Glück, dass die Schwester von Sarah, Olga Lizzy Fürst in Tirol Design, sich verantwortlich zeichnet. Mit ihr haben wir schon einige Zimmer anfangen können und da merkt man, die sind diesem weiblichen Touch, der so einem Produkt sehr, sehr gut tut.

Sibel Brozat:

Sag mal, mir ist auch die besondere Kunst Finde ich großartig. Kannst du da was drüber sagen?

Florian Steinmaier:

Tatsächlich ist es so, dass Hotels natürlich Forte schon früh angefangen haben. Kunst nicht nur zu sehen, als kommen wir machen mal irgendwas hin, sondern uns mit Künstlern zusammenzutun und zu sagen Schau her, wir haben hier eine Möglichkeit. Möchtet ihr ein Jahr zwei Jahre, drei Jahre und das das Maximum, was wir machen, deine, deine Werke bei uns ausstellen, das hilft uns, einen gewissen Charme zu haben. In dem Fall mit Axel Krieger zusammenzuarbeiten. Verschiedene andere Künstler, die wir auch da haben, ähm, ja. Flächen anbieten zu können und unsere Gäste auch noch mal eine Abwechslung zu bieten.

Sibel Brozat:

Das sind ja alles Branding Themen und bei uns Kannst du da so vielleicht auch noch so overall sagen, was ihr zum Thema Markenbildung, was was eure Herausforderungen sind oder eure Ziele oder eure Vision, um euch da auch ein bisschen von den anderen Häusern abzusetzen?

Florian Steinmaier:

Als Scirocco angefangen hat, vor 25 Jahren anfänglich jedes Hotel einen eigenen Namen gegeben. Deswegen heißen wir The Charles und das Hotel de Rome als Beispiel oder davor die Villa Kennedy in Frankfurt. Andere Gruppen, wo ich tätig war, nennen wir Mandarin Oriental. Da ist Mandarin Insel. Und dann kommt die Stadt München, Miami, New York. Wie auch immer, wir haben hier vor fünf oder sechs Jahren, nachdem ich da fest einen Relaunch durchgeführt und gesagt habe Schau her, lass uns den Markennamen Rocco Forte etwas weiter nach vorne schieben, weil vielen Gästen gar nicht bewusst war, dass eben zum Beispiel die beiden Hotels jetzt in Deutschland zur. Gruppe gehören. Das heißt, wir schauen schon, dass dieses Logo RF erfordert, dass wir das ein bisschen deutlicher jetzt promoten, dass das in das Logo mit reinkommt, dass die Hotels für sich schon individuell sind und man das Gefühl hat, man ist auch wirklich in München, wenn man eben The Charles ist und man ist auch wirklich in Berlin, wenn man im Hotel de Rom ist. Aber was trotzdem klarer ist als Überbegriff. Wir sind Teil von Roger Forte. Also dieses RF Logo platzieren wir doch etwas bewusster.

Sibel Brozat:

Das ist sicherlich eine Herausforderung dann unterwegs ist, zu sagen Wie bringe ich das, wie, wie bringe ich das zusammen, dass es eindeutig ist, genau, auch für die Kunden. Und ja, das stelle ich mir tatsächlich als Herausforderung vor. Manche so große Hotels, die haben ja dann auch eine Webseite und dann kann sie die Stadt auswählen und dann kommt da halt die Stadt, wo man, wo man hin möchte, was, was ich total langweilig finde. Wie habt ihr es gelöst?

Florian Steinmaier:

Naja, du kannst bei uns nach beidem, also benannt ist. Balmoral Was zum Beispiel unser Hotel in Schottland ist oder das Hotel die Ricci, eines unserer beiden Hotels in in Italien. Das heißt, du kannst entweder Rom googeln, dann kommt tatsächlich auch unser Hotel in Berlin, weil das Hotel Rom heißt damit auf nehmen. Also du hast beide Möglichkeiten. Du kannst sowohl die Destination als auch den Namen googlen und suchen in der Suchmaske. Man kann beides, aber jeder.

Sibel Brozat:

Jedes Hotel hat so seine eigene Landingpage angenehm finde, selbst wenn man dann die anderen Sachen verlinkt. Aber irgendwie hat es eine Individualität und das kommt einfach schön rüber.

Florian Steinmaier:

Ja doch, das ist auch ist auch wichtig. Ja.

Sibel Brozat:

Sag mal, kommen wir ein bisschen noch mal auf jetzt oder vielleicht auch hier im Hotel The Charles, seit du da bist oder vielleicht auch auf Station vorher? Was war da für dich persönlich so eine Herausforderung? Du du vielleicht nicht hast kommen sehen? Und wie bist du damit umgegangen?

Florian Steinmaier:

Ähm, ja. Aktuell zu bleiben war mit Sicherheit die größte berufliche Herausforderung für mich. Eine Hotel Schließung. Ich habe das ganz am Anfang kurz angesprochen, denn die Idee, der Wunsch für die Villa Kennedy war ein anderer, da Sachen zu bewegen, nach vorne zu bringen. Und die Herausforderung war natürlich schon, das Annehmen erst mal zu sagen Schau her, da wurde eine Entscheidung getroffen, dass dieses Hotel zu schließen ist. Und ich habe mich da ganz früh gesagt Schau her, ich muss das positiv annehmen, weil ich habe Verantwortung für damals mehr als 160 Mitarbeiter, die noch mit am Boot waren, zu sagen Schau ihnen jetzt nicht den Kopf hängen lassen, denn wir müssen noch drei Monate durchziehen und wir haben noch Gäste zu beherbergen. Wir haben das kommuniziert. Anfang April diesen Jahres und Ende März war hatten wir zu schließen. Aber in den Zeitraum dazwischen hatten wir natürlich noch ganz, ganz viele Gäste, die Geld bezahlt haben, die Erwartungshaltungen haben und die natürlich auch sich auch von ihrer Villa noch mal verabschieden wollten. Und mit einem positiven Bild und nicht in hängende Köpfe gucken und sagen Ach, Hotel und traurige Gesichter hier, sondern eben zu sagen Schau her im Leben. Herausforderungen gehören dazu, privat wie beruflich. Aber in der Führungsposition haben wir die Verantwortung, das positiv anzunehmen. Meine Oma hat immer gesagt, es ist nicht so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut ist. Da habe ich mich dran erinnert. Und ja, ich denke, das ist uns in vielen Teilen sehr gut gelungen. Mit so negativ Themen wie der Hotel Schließung gibt es relativ wenig Literatur, dazu fast gar nichts. Und in meinem Bekanntenkreis hatte da auch niemand etwas zu finden. Von daher ist man da erst mal ein bisschen so auf sich alleine gestellt und muss intuitiv handeln.

Sibel Brozat:

Wahrscheinlich auch eben die Mitarbeiter bei es hier vorbei. Und dass die nicht vorher aufgeben und dass die fröhlich bleiben und nicht bleiben. Ich kann mir vorstellen, dass das so ein Thema ist, dass da jeder.

Florian Steinmaier:

Geht mit schwierigen Situationen Und ich habe vorhin Energie angesprochen und das ist mir wirklich wichtig. Du machst ein Hotel auf, hast du nur positive Energie? Jeder ist gewillt und gibt Gas und geht die extra Meile. Und die Kunst ist es, das auch zu entfachen und weiterhin im Feuer zu halten, wenn der Wind aus der anderen Richtung kommt. Und das geht nur in persönlichen Gesprächen. Das geht nur, indem du Leuten auch weiterhin Wege aufzeigst, Möglichkeiten da legst. Und es ist uns gelungen, 14 Mitarbeiter von Frankfurt mit nach München zu nehmen, die einfach gemerkt haben Hey, nein, das ist immer der richtige Beruf und das die richtige Firma und die mit uns jetzt die Reise hier weitergehen, was uns ja sehr glücklich und stolz macht.

Sibel Brozat:

Kommen wir zu deinen persönlichen Erfolgen. Was ist denn so für dich in deiner Laufbahn? Vielleicht gibt es da ein Erfolgserlebnis, über das du besonders sprechen kannst. Oder hast du mehrere kleine? Was bedeutet Erfolg für dich?

Florian Steinmaier:

Tatsächlich ist es so, dass ich mir im. Das Ziel gesetzt habe, Hoteldirektor in Fünf Sterne Hotel zu werden. Das war der Wunsch, und das war der Antrieb und ist auch nach wie vor der Antrieb. Ich habe mir nie Stress gemacht, das zu sagen. Ich muss das mit 30 oder 35 erreicht haben. Ich wollte nicht irgendein ich wollte der Beste sein und oder mich am besten darauf vorbereitet fühlen. Es gab so Baby Steps auf dem Weg dahin. Ich war mit 24 Restaurant Manager Immendorff neuntel Hyde Park in London, eines der führenden Hotels der Stadt. Das hat mich sehr, sehr stolz gemacht, dass ich da und das war nicht immer einfach. Und da gab es viele, die erfahrener, die auch mit Sicherheit besser waren als ich, aber die Möglichkeit zu bekommen, das hat mich damals sehr stolz gemacht und ein Team auch zu haben hinter mir, die mich getragen haben und die sich für mich eingesetzt haben und gesagt haben Ja, wir räumen das zu. Das war auf dem Weg dahin. Privat, muss ich sagen, bin ich sehr, sehr stolz darauf, dass es mir gelungen ist, zusammen mit meiner Frau eine Familie aufzubauen in der Zeit. Es ist kein Geheimnis über all das in diesem Beruf, dass du viel Zeit in dem jeweiligen Hotel verbringst. Fängt morgens an mit Frühstück und dann 12:00 und Abendessen. Und du bist Entertainer. Wir haben es gestern Abend auch noch kurz an der Bar getroffen, also das sind einfach lange Tage und parallel. Aber es zu schaffen, eine stabile Familie zu haben, drei gesunde Kinder, eine ganz, ganz tolle Frau, die mir den Rücken freihält, das macht mich auch sehr, sehr stolz.

Sibel Brozat:

Das hast du schön gesagt. Letzte Frage habe ich noch für dich gerne. Du hast jetzt schon so ein paar Tipps rausgehauen, so nebenbei, beiläufig auch. Und auch von deiner Oma, wie man mit Herausforderungen umgeht. Hast du noch so einen abschließenden Tipp für unsere Hörerinnen und Hörer, die jetzt gerade selber eine Marke aufbauen, gründen? Kannst du noch noch mal was mit auf den Weg geben?

Florian Steinmaier:

Wir haben in Deutschland eine Kultur, dass geht. Ähm, und wenn du irgendwas verändern willst, hast du gefühlt 20 Ansprechpartner, die dir versuchen zu erklären, warum es nicht geht und warum man es nicht machen sollte. Was wir. Was ich vermisse, ist Macher. Ich sage immer es gibt Besserwisser und besser Macher. Machen hat immer die Möglichkeit, dass man auch Fehler macht, aber man tut wenigstens was. Deswegen mein Tipp ist immer machen, nicht drüber reden machen.

Sibel Brozat:

Super. Vielen Dank, lieber Florian, da ersten Part, weil mir geht es auch so Wenn man Herausforderungen irgendwo ankommt, dann erzählen immer alle erst mal Das geht nicht, das geht nicht, das geht nicht. Sag mir doch erst mal, was geht und dann weiß ich ja schon automatisch, was nicht geht. Finde ich ganz toll und machen. Da kann ich sagen, mein Lieblings Slogan ist Just do it und der gibt eigentlich alles wieder. Vielen Dank! Ich danke dir die Zeit genommen hast gerne.

Florian Steinmaier:

Danke dir.